Energievoll mit Rohkost im Winter

von | Blog, Gesundheit & Heilung, Soßen & Dips | 3 Kommentare

Rohkost im Winter klingt für viele im ersten Moment kalt

Woran liegt das denn? In diesem Artikel wollen wir die Gründe beleuchten, gängige Fragen dazu beantworten und verschiedene Tipps und Möglichkeiten für eine rohköstliche Ernährung auch im Winter aufzeigen.

Warum glauben viele Menschen etwas Warmes zu brauchen?

Fast alle Menschen sind es von Kind an gewohnt mindestens eine warme Mahlzeit am Tag zu essen. Unser Körper lässt sich nicht von heute auf morgen mit neuen Gegebenheiten abspeisen, Ungewohntes ist erst mal fremd und unbefriedigend und GEWOHNHEITEN fühlen sich verdammt bequem an in unserem Alltag.

Die warme Suppe vermittelt ein wohliges Gefühl und GEBORGENHEIT. Oftmals verbindet man damit Erinnerungen an die Kindheit. Warmes Essen entspannt und macht auch etwas müde. Es bringt uns in Feierabendstimmung 😉

 

 

Stimmt der Glaubenssatz „Ich brauche etwas Warmes“?

Es ist wirklich sehr spannend die eigene Überzeugung „Ich brauche etwas Warmes“ ganz ehrlich zu hinterfragen. In den meisten Fällen macht warmes Essen nämlich nur kurz warm und gleichzeitig sogar etwas müde. Die Müdigkeit ist durch den Anstieg der weißen Blutkörperchen zu erklären, welcher als Abwehrreaktion auf Gekochtes folgt, auch Verdauungsleukozytose genannt.

Wie entsteht Körperwärme?

Keine Spezies dieser Erde isst Gekochtes und tatsächlich ist es so, dass auch unser Körper keine warme Mahlzeit braucht. In erster Linie wird die Körperwärme durch den Stoffwechsel und Muskelarbeit erzeugt und dafür sind nährstoffreiche Lebensmittel und Bewegung wichtig. Es ist die Effizienz der Speisen, die sich aus der Summe von Enzymen, Biophotonen, Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen ergibt und unseren Stoffwechsel aktiviert.

Warum wirkt Rohkost für manche kalt und abschreckend?

Dies passiert in erster Linie dann, wenn die Rohkosternährung mit STRENGEN REGELN und Verzicht in Verbindung gebracht wird und das Bild von „Karotten knabbern“ auftaucht. Diese Herangehensweise ist kontraproduktiv und macht weder gesund noch glücklich.  

Vielmehr soll es um Nährstoffreichtum und Wohlbefinden gehen und nicht darum eine 100 prozentige Rohkosternährung zu erfüllen. Die Kunst liegt darin, für sich selbst zu erspüren, mit wieviel Rohkosternährung man sich wohlfühlt und ob vielleicht am Abend eine gekochte Mahlzeit angenehm ist.  

In der Regel führt ein hoher Rohkostanteil allmählich zu mehr Vitalität , Bewusstheit und Klarheit und zieht bei freier Herangehensweise in Folge des Wohlbefindens automatisch eine Erhöhung des Rohkostanteils nach sich.  

Sehr förderlich dabei ist die Rückbesinnung zur Natur: Die Pflanzen sind unsere Nahrungsgrundlage: Nur sie können das Sonnenlicht in organische Substanz Kohlenhydrate, Fette und Eiweiß verwandeln. Geschickter wäre es, wir würden von SONNENKOST statt von ROHKOST sprechen, da es sich doch um einiges leichter anfühlt Sonnenkost mit Wärme zu assoziieren.

 

Bei der Erhitzung von Lebensmitteln entstehen wesentliche Veränderungen:

  • Vitamine und Enzyme, die das Nahrungsmittel zur Unterstützung der Verdauung mitbringt, werden größtenteils zerstört. In der Folge muss der Körper viel mehr eigene Enzyme zur Verfügung stellen und dafür Energie aufbringen, die dem Körper anderweitig zur Verfügung stünde.
  • Kohlenhydrate werden aufgespalten und führen zu schnellerem Blutzuckeranstieg.
  • Eiweiße werden ab 43 Grad denaturiert.
  • Es entstehen tausende neue chemische Verbindungen und teilweise auch süchtigmachende Stoffe:
  • In glutenhaltigen Speisen entstehen Gluteomorphine und in Milchprodukten Kaseomorphine, ein Grund warum es schwer fällt auf sie zu verzichten. Der natürliche Geschmackssinn wird irritiert, auch Zoologen können dies bestätigen, dass Tiere die Zugang zu gekochter Nahrung haben, unbeherrscht darüber herfallen und Zivilisationskrankheiten entwickeln.
  • Bei starker Erhitzung entstehen Acrylamide, indem sich Kohlenhydrate und Eiweiße verbinden. Acrylamide können vom Körper nur schlecht verstoffwechselt werden und neigen dazu sich im Bindegewebe abzulagern. Außerdem stehen sie im Verdacht krebserregend und erbgutverändernd zu sein.

Worauf kommt es bei der Rohkost-Ernährung im Winter an?

Die traditionelle chinesische Medizin (TCM) unterscheidet in Yin- und Yang-reiche Lebensmittel. Yin-reiche Lebensmittel, dazu gehören wasserreiche Früchte wie Gurken, Tomaten und Melonen, haben einen kühlenden Effekt, Yang-reiche Lebensmitteln wie Wurzelgemüse und Lauch wirken dagegen wärmend.

Wer also nicht frieren möchte, sollte im Winter wasserreiche Früchte meiden und dichtere, wärmende Lebensmittel bevorzugen. Der Schlüssel liegt darin, saisonales und regionales Gemüse und Obst zu essen. Ab Herbst stehen uns in Deutschland viele WÄRMENDE LEBENSMITTEL zur Verfügung:

  • Wurzelgemüse (Karotten, Rote Bete, Topinambur, …)
  • Kohlgemüse (Grünkohl, Spitzkohl, Blumenkohl, …)
  • Kürbis- und Zwiebelgewächse
  • Nüsse und Samen
  • Blattgrün (Feldsalat, Postelein, …) und ein paar wenige Wildkräuter
  • Sprossen und Grünkraut
  • Fermentiertes (Sauerkraut, Kimchi, …)
  • Obst (Äpfel, Zwetschgen, …)
  • Gewürze (Zimt, Ingwer, Chili, Pfeffer, Kardamom, Senf, …)

WEITERE TIPPS:

  • Besonders wertvoll ist gründliches Kauen. Dadurch kommt warmes oder kaltes Essen in ähnlicher Temperatur im Magen an.
  • Die Speisen in Zimmertemperatur essen und nicht frisch aus dem Kühlschrank.
  • Evtl. die Speisen auf warmen Tellern servieren.
  • Es ist auch möglich eine Suppe auf 40 Grad zu erwärmen.

Welche Vorteile hat es, sich auch im Winter überwiegend roh-vegan zu ernähren?

Die Vorteile sind grandios, wer möchte schon darauf verzichten?

Frische Lebensmittel sind biophotonen-, chlorophyll-, nährstoff- und enzymreich. Sie wirken basenbildend, antioxidativ und vitalisierend.   

Die roh-vegane und somit auch milch- und glutenfreie Ernährung bringt es mit sich, dass die Schnupfennase ausbleibt und keine Erkältungen mehr auftauchen. Auch über Weihnachten hält man sein Wohlfühlgewicht 😉

 

Mit nachfolgenden Rezeptideen bringst du auch an kühlen Tagen die ganze Familie an einen Tisch:

 

Bowls        Bowls        Bowls        Bowls        Bowls

 

Die Bereitung von Bowls birgt die Chance die ganze Familie im Alltag oder an Familienfesten individuell nach ihren Bedürfnissen zu beglücken. Dafür wird ein Buffet mit allerlei wärmenden Zutaten bereitgestellt:

Blattgrün, Sprossen, Mikrogrün, Fermentiertes, Rohkostbrote und Bratlinge. Diese Zutaten müssen nicht täglich neu bereitet werden, sie sind in der Rohkostküche vorrätig 😉 Frisch zubereitet werden leckere Dips.

Und jetzt kommt der Kick, der Gemeinschaft möglich macht ♡ 

Auf Wunsch können diese Bowls mit gedünstetem Gemüse beispielsweise Süßkartoffeln ergänzt werden und alle, die sich klassische Kochkost wünschen, bestücken ihre Bowl zum Beispiel mit Tortellini, Gnocchi oder einem Stück Pizza.

So kann die ganze Familie gemeinsam essen und alle sind zufrieden.

Wraps        Wraps        Wraps        Wraps        Wraps

 

Ähnliche Vorteile bietet die Zubereitung von Wraps. Diese können mit Kohlblättern oder Maisfladen, rohen oder gebratenen Bratlingen serviert werden. Auch hier sind Salatdressings und leckere Dips die Vollendung.

 

Woran kann es liegen, wenn dir trotzdem kalt ist?

Machen wir uns doch einmal Gedanken, warum man eigentlich friert oder warum der eine mehr friert wie der andere. Tiere, die in der freien Wildbahn leben, frieren ja auch nicht – sie haben ihr Fell. Wir ziehen uns dafür im Winter warm an. Manchmal reicht jedoch die warme Kleidung nicht aus – wir frieren von Innen.

Verschiedene Aspekte können hier eine Rolle spielen:

Ganz wesentlich ist es, dass der Organismus gut genährt ist und die Zellen gut versorgt sind. Insbesondere ein Eisen-, Magnesium- oder Vitamin-B12-Mangel werden mit dem Frieren in Verbindung gebracht.

Bewegungsmangel

Das kennen wir alle: Wenn wir zu lange stillsitzen, wird uns kalt. Bewegung, insbesondere an der frischen Luft, aber auch zu Hause auf dem Trampolin, sorgt für Verbesserung von Durchblutung, aktiviert den Lymphfluss und die Sauerstoffversorgung im Körper – sie wärmt uns von Innen.

Eisenmangel

Auch Eisen spielt eine wichtige Rolle für die Durchblutung und die Sauerstoffversorgung des Körpers. Wenn die Eisenvorräte in Milz, Leber und Knochenmark nicht gut aufgefüllt sind, kann sich dies durch ständiges Frieren zeigen. Der perfekte Lieferant für Eisen ist dunkelgrünes Blattgemüse und somit auch Wildkräuter und Mikrogrün. Dieses pflanzliche Eisen kann besonders gut in Kombination mit Vitamin C, also beispiesweise mit Vitamin-C-haltigen Zutaten wie Paprika oder Dips mit Orangen- oder Zitronensaft aufgenommen werden.

Magnesiummangel

Mehr als 300 Stoffwechselprozesse sind magnesiumabhängig. Magnesium wirkt in erst Linie entspannend, aber auch blutdruckregulierend und stoffwechselanregend. Ein Magnesiummangel kann somit mit Energielosigkeit, Erschöpfung und in der Folge Bewegungsmangel und Muskelabbau einhergehen. Vor allem Frauen frieren schnell, da sie von Haus aus über weniger Muskelmasse verfügen.

Einem Magnesiummangel kann sehr gut mit Magnesium(fuß)bädern, Einreibungen mit Magnesiumöl oder dem Supplementieren von Sango Koralle Pulver begegnet werden.

Vitamin-B12-Mangel

Vitamin B12 ist ein wasserlösliches Vitamin. Der Körper speichert es in der Leber. Dr. Switzer bezeichnet das Vitamin B12 als König unter den Vitaminen – kein anderes Vitamin übt einen vergleichbar positiven Einfluss auf das körperliche Wohlergehen des Menschen aus.

Als wichtiges Co-Enzym wird es von allen Zellen des Körpers benötigt und ist besonders an der Bildung der roten Blutkörperchen beteiligt, welche den Körper mit Sauerstoff versorgen.  Mangelt es daran, werden wir müde und vor allem kälteempfindlicher. Ist der Vitamin-B12-Speicher in der Leber leer, sagt man auch „die Leber friert“.

Hier gilt es, die Priorität auf ein gesundes Verdauungssystem zu richten, da die Vitamin-B12-Versorgung eines Menschen größtenteils von einer gesunden Magen- und Darmgesundheit abhängig ist.

Flüssigkeitsmangel

Mangelt es konstant es an Flüssigkeit, kann es zu Durchblutungsstörungen kommen und wir werden kälteempfindlicher, insbesondere an Händen und Füßen. Außerdem dient Wasser auch als Wärmespeicher, wodurch es bei einem gut hydrierten Körper zu einer kontinuierliche Abgabe von Wärme kommt.

Unterfunktion der Schilddrüse

Die Schilddrüsenunterfunktion geht mit einer Verlangsamung der Stoffwechselprozesse einher und kann sich insbesondere in Antriebslosigkeit und niedrigem Blutdruck zeigen.

Dauerhafter Stress

In Stresssituationen kommt es infolge der Ausschüttung der Stresshormone durch die Nebennieren unter anderem zu einer Steigerung von Herzfrequenz und Muskelkraft, gleichzeitig verringert sich die Energiebereitstellung für die Organtätigkeiten. Bleibt Stress über einen langen Zeitraum erhalten, erschöpft sich die Stresshormonproduktion in den Nebennieren, mit der Folge von Erschöpfung, Antriebslosigkeit und damit einhergehendem Frieren.

Übersäuerung

Ein Zuviel an Säure im Organismus kann sich darin bemerkbar machen, dass wir morgens bereits kalt erwachen – ein Zeichen dafür, dass der Körper sehr viel Energie in die Neutralisation und das Auscheiden von überschüssigen Säuren steckt.

Entgiftung

Jeder der einmal gefastet hat, kennt das: Man bewegt sich weniger, der Blutdruck sinkt, der Körper entgiftet, man friert leicht.  Auch bei der Umstellung auf die Rohkosternährung wird eine sanfte Entgiftung eingeleitet. Dadurch erklärt sich die Erfahrung vieler Rohköstler, nach der Ernährungsumstellung im ersten Winter vermehrt und bereits im zweiten Jahr weniger zu frieren. 

💚

Allen genannten Aspekten können wir mit der Aussage begegenen: In einem gut genährten Körper erfolgen aktive Stoffwechsel- und Organprozesse. Und welche Ernährungsform liefert uns den größten Reichtum an Nährstoffen? In diesem Sinne wünschen wir

 💚  viel Freude mit SONNENKOST auch im Winter  💚

 

Wenn du ein tieferes Verständnis über die gesundheitliche Wirkung einer natürlichen Ernährungsweise erlangen möchtest – dann informiere dich bei uns!

Ulrike
Für die meisten hört sich „Rohkost“ nach einer gravierenden Veränderung oder extremen Lebensform an. Ich verbinde damit vielmehr einen modernen Lifestyle und lasse mich von der Kreativität der Rohkostküche inspirieren.

Kommentare

3 Kommentare

  1. Jesse-Gabriel

    Hallo liebe Ulrike.
    Ich habe heute dein wundervolles Video gesehen, habe mehr als genossen du hast dieselbe Einstellung wie ich!
    Meine Ohren wurden ganz ganz groß wo du verraten hast das dein Sprossenregal jetzt zu kaufen gibt, ich weiß schon was bald bei mir stehen wird, ach, wie freue ich mich!!!
    Viele Grüße sendet,
    Jesse-Gabriel

    Antworten
    • Ulrike Eder

      Ach das ist ja schön, habe dir bereits per Mail geantwortet ♡

      Antworten
  2. Jesse-Gabriel

    Oh wie toll, muss ich doch schnell mal schauen gehen.
    Liebe Grüße sendet dir,
    Jesse-Gabriel

    Antworten

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