Gekeimter Buchweizen – bekömmlich und nährstoffreich

von | Wissen | 16 Kommentare

Wer Infos rund um das Thema „gekeimter Buchweizen“ sucht, ist hier genau richtig. Wir haben uns ausführlich damit beschäftigt und seinen Nährstoffreichtum und seine vielfältigen Zubereitungsmöglichkeiten im nachfolgenden Artikel erläutert:

 

Buchweizen hat nichts mit Weizen zu tun. Er gehört zur Familie der Knöterichgewächse, stammt ursprünglich aus China und gelangte erstmals im Mittelalter nach Europa. Er liebt lockere sandige Böden und bringt kleine braune Körner hervor, die Bucheckern ähnlich sind. Sie müssen geschält werden, da die Schale sehr hart ist.

 

Was macht den Buchweizen so lukrativ?

 

Buchweizen ist gluten- und lektinfrei

Der Glutenanteil im Weizen hat im Laufe der Züchtung neuer Sorten stetig zugenommen. Ein Zuviel an Eiweißkleber löst im Organismus nicht selten Autoimmunerkrankungen, Unverträglichkeiten und eine chronische Entzündung der Darmschleimhaut aus, die sich u. a. durch Symptome wie Antriebslosigkeit und Magen- und Darmbeschwerden bemerkbar machen kann.

Lektine sind Proteine, die sich im Blut anreichern können und somit Durchblutungsstörungen und Herzerkrankungen erhöhen und auch den Darm negativ beeinflussen, da sie chronische Entzündungsprozesse fördern und zu einer erhöhten Durchlässigkeit der Darmschleimhaut führen können. Weizen enthält im Gegensatz zu Buchweizen Lektin.

Buchweizen hat gegenüber Weizen den Vorteil, dass er gluten- und lektinfrei ist.

Buchweizen verfügt über hochwertiges Eiweiß

Buchweizen enthält Eiweiß von hoher biologischer Wertigkeit. Das bedeutet:

Buchweizen

  • liefert alle acht essentiellen Aminosäuren in einem günstigen Aminosäurenverhältnis
  • enthält fast dreimal soviel Lysin und Tryptopbhan wie echtes Getreide und auch viel Lezithin. Das Lysin ist ein wichtiger Baustein für Muskeln, Knochen und Bindegewebe. Tryptophan sorgt für gute Stimmung und Lezithin wirkt sich u. a. förderlich auf den Fettstoffwechsel und auf die Leber aus.

Buchweizen ist reich an Mineralstoffen und Vitaminen

100 Gramm Buchweizen liefern:

  • 460 mg Kalium
  • 254 mg Phosphor
  • 231 mg Magnesium
  • 18 mg Kalzium
  • 2,2 mg Eisen

Daneben enthält Buchweizen  B-Vitamine, sowie Vitamin E und reichlich Rutin. Rutin ist ein Bioflavonoid, das vor allem die Kräftigung der Blutgefäße und somit das Herz-Kreislauf-System unterstützt.

Buchweizen ist förderlich bei

  • Bluthochdruck: Vor allem das Flavonoid Rutin im Buchweizen schützt die Gefäße und kann den Blutdruck senken.
  • Diabetes: Die Inhaltsstoffe von Buchweizen können den Blutzuckerspiegel senken.
  • Zu hohem Cholesterin: Ist das schädliche LDL-Blutfett erhöht, senken die Ballaststoffe und Flavonoide im Buchweizen den Cholesterinspiegel.
  • Zu hohen Leberwerten: Lecithin aus Buchweizen schützt die Leberzellen und unterstützt damit die Funktion des Organs.
  • Glutenunverträglichkeit, da glutenfrei.

Buchweizen ist heimisch

Es gibt einige deutsche Betriebe die Buchweizen selbst anbauen, in Bioqualität und sogar auch in Demeterqualität.

Gekeimter Buchweizen ist noch wertvoller

Durch den Keimprozess

  • explodieren die Vitalstoffe,
  • die Enzyme erwachen,
  • die Proteine werden leichter verdaulich und
  • die Keimlinge werden basisch verstoffwechselt!

Buchweizen keimt schnell und unkompliziert

So geht’s:

Buchweizen ca. 1 Stunde in Wasser einweichen.

Anschließend in einem Sieb kräftig spülen (Buchweizen schleimt etwas), das Wasser abgießen und im Sieb bei Zimmertemperatur ruhen lassen.

Alternativ lassen sich kleinere Mengen auch in einem Sprossenglas herstellen.

Am Abend nochmals spülen.

Am 2. Morgen müssten sich bereits kleine Schwänzchen gebildet haben.

Ich lasse nun die Buchweizenkeimlinge meist noch den Tag über keimen, spüle sie noch ein-, zweimal, verwende sie frisch, bewahre den Rest im Kühlschrank auf oder trockne sie im Dörrautomat.

Gekeimter Buchweizen ist lecker und vielseitig verwendbar

Frische Buchweizenkeiminge können über Müslis, Salate, Suppen oder Gemüsegerichte gestreut werden oder in leckeren Crunchys, Bratlingen oder Broten weiter verarbeitet werden.

Besonders kross und knackig wird gekeimter Buchweizen getrocknet im Dörrautomat oder wie auf nachfolgendem Bild zu sehen, im Sommer im Freien. Diese Crunchys schmecken wunderbar im Müsli, Salat oder pur als basischer Snack für Zwischendurch.

Super gerne verarbeite ich gekeimten Buchweizen weiter zu Rohkostbrot, Bratlingen oder leckeren Crunchys, sowohl süß als auch salzig.

  ♡ ♡  Mit Klick auf das Bild kommst du zum Rezept  ♡ ♡ 

 

Rohkostbrote, Bratlinge und Crunchys machen lange satt und sind für alle, die herkömmliches Brot vermissen, die leckere Alternative.

 

Wenn du ein tieferes Verständnis über die gesundheitliche Wirkung einer natürlichen Ernährungsweise erlangen und deine Gesundheit auf ein höheres Level heben möchtest – dann informiere dich bei uns!

Ulrike
Für die meisten hört sich „Rohkost“ nach einer gravierenden Veränderung oder extremen Lebensform an. Ich verbinde damit vielmehr einen modernen Lifestyle und lasse mich von der Kreativität der Rohkostküche inspirieren.

Kommentare

16 Kommentare

  1. Gundula

    Hallo Ulrike,
    kann ich auch den ganzen Buchweizen – also mit Schale – keimen lassen?

    Antworten
  2. Sabine

    Hallo Ulrike, ich habe sowohl Buchweizen als auch Quinoa (beides in keimfähiger Qualität) im Sieb gekeimt. Dabei hat sich das Sieb an manchen Stellen schwarz verfärbt und die Keimlinge zum Teil auch. Was kann da passiert sein?

    Antworten
    • Ulrike Eder

      Hi Sabine, das kann eigentlich fast nicht am Buchweizen oder Quinoa liegen, da es mir noch nie passiert ist. Ich denke es liegt irgendwie am Sieb, LG Ulrike

      Antworten
  3. Sabine

    und gleich noch eine Frage: wie bewahrst du die fertigen Keimlinge im Kühlschrank auf?

    Antworten
    • Ulrike Eder

      Das Wasser sollte richtig gut abgetropft sein, idealerweise schüttest du die Keimlinge noch auf ein frisch gewaschenes Baumwoll-Geschirrtuch. Anschließend kannst du sie beispielsweise in einem Glasgefäß im Kühlschrank aufbewahren. Ich verschließe sie nicht mit einem Deckel, LG Ulrike ♡

      Antworten
  4. André

    Hallo Ulrike,
    es gibt auf den ganzen webseiten große Unterschiede bei den Einweich- und Keimzeiten vom Buchweizen. Ich lasse den Buchweizen ca. 12h einweichen. Dabei spüle ich ihn schon 1-2 Mal. Anschließend lasse ich den Buchweizen zwischen 12-20h keimen. Je nach Temperatur. Dabei werden die Keime ungefähr so groß wie das Korn.
    Nun habe ich angefangen den Buchweizen zu fermentieren. Ich nehme den gekeimten Buchweizen und mixe diesen mittels Pürierstab zu einem Brei. Ich füge entweder Salz, Effektive Microorganismen (3%) oder Pro Biotika hinzu + ein wenig Wasser. Anschließend stelle ich den Brei für 1 – 1,5 Tage an einen warmen Ort zum Fermentieren. Dieser ist nun noch höherwertiger, wie der nur gekeimte Buchweizen und zudem bekömmlicher, da er durch die Microorganismen bereits vorverdaut wurde. LG André

    Antworten
    • Ulrike Eder

      Lieber André, danke für deine Nachricht ♡ ich weiche Buchweizen tatsächlich nur noch 1 Stunde in Wasser ein, spüle kräftig den Schleim ab und lasse ihn dann keimen. Ich denke beide Varianten sind prima.

      Dein Tipp den Buchweizen zu fermentieren ist sehr wertvoll. Das werde ich auch ausprobieren ♡ Danke LG Ulrike

      Antworten
  5. Gunnar

    Hallo, meine gekeimten Buchweizen fangen nach 2 Tagen an zu stinken. Woran könnte das liegen? Sie werden ausreichend belüftet.
    LG

    Antworten
    • Ulrike Eder

      Hallo Gunnar,
      ich weiche Buchweizen meist nur 1-2 Stunden in Wasser ein und dann wird er 2 x täglich ganz gründlich mit frischem Wasser gespült, damit er gut abschleimt. Die übrige Zeit ruht er offen in einem großen Sieb. Dann funktioniert es eigentlich prima. LG Ulrike

      Antworten
  6. Elisabeth Ruesch

    Hallo Ulrike
    Den gekeimten Buchweizen habe ich bei 30 Grad im Backofen „geröstet“ und finde ich so genial. Meine Frage: kann man auch andere Sprossen so trocknen?
    Vielen Dank & lg elisabeth

    Antworten
    • Ulrike Eder

      Liebe Elisabeth, oh wie klasse! Ebenso trocknen könntest du zum Beispiel aktivierten Hafer oder gekeimte Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne und Sesamsamen. Hafer keimt schlecht, diesen weiche ich über Nacht ein, lasse ihn noch einen weiteren Tag im Sieb ruhen, spüle ihn gründlich und dann trockne ich ihn im Dörrautomat. Aus diesem Hafer machen wir mit der Flockenquetsche Haferflocken 😉 LG Ulrike

      Antworten
  7. Petra

    Hi Ulrike,
    also bei meinen Buchweizen bilden sich am 1. Tag noch KEINE kleinen Fortsätze.
    Sollte ich sie trotzdem essen?
    Liebe Grüße
    Petra

    Antworten
    • Ulrike Eder

      Hi Petra, es könnte an der Qualität der Samen liegen. Sie dürfen im Herstellungsverfahren nicht über 40 Grad erhitzt worden sein. Aber in der Regel ist dies bei Buchweizen nicht der Fall. Oder aber bei dir ist es etwas kühler und der Keimprozess dauert etwas länger.
      Natürlich kannst du sie trotzdem schon am 1. Tag essen, interessant ist es aber sicherlich, sie noch weitere 24 Stunden keimen zu lassen. LG Ulrike

      Antworten
  8. andreas

    Ich finde Keimgläser sehr praktisch(mit Gestell wo sie schräg stehen und Restwasser noch rauslaufen kann). Das sind Einweggläser mit nem sieb als Deckel…da kann man den Buchweizen auch gut durchschütteln beim Waschen und Schimmel besser vermeiden. Ich nehme oft nach 2 Tagen nur einen Teil raus und lasse den Rest weiterkeimen. Auch ein interessanter Geschmack.

    Antworten
    • Ulrike Eder

      Super, ich finde die Keimgläser auch prima. Manchmal mache ich größere Mengen, die gelingen bei mir im Sieb besser LG Ulrike

      Antworten

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