Eiweißbrot aus roten Linsen

Auch wenn sich auf unserem Blog überwiegend alles um frische, roh-vegane Rezepte dreht, darf es manchmal auch etwas Gebackenes sein. Dieses Eiweißbrot aus roten Linsen ist eine einfache und nährstoffreiche Alternative zu klassischem Brot.

So viele Menschen lieben Brot und suchen nach gesünderen Alternativen.

Wusstest du, dass für Backmittel mehrere hundert Zusatzstoffe und technologische Hilfsstoffe zugelassen sind? Gleichzeitig wird konventioneller Weizen häufig kurz vor der Ernte mit Glyphosat behandelt (je nach Land und Anbauweise), weshalb Rückstände nachweisbar sein können. Kein Wunder also, dass immer mehr Menschen nach natürlichen Alternativen suchen.

Zum Glück gibt es inzwischen viele Möglichkeiten, Brot auch ganz anders zuzubereiten. Unser Linsenbrot kommt ganz ohne Weizen und andere glutenhaltige Getreidesorten aus. Stattdessen bilden rote Linsen die Grundlage. Sie liefern hochwertiges pflanzliches Eiweiß, reichlich Ballaststoffe sowie wertvolle Mineralstoffe und sorgen gleichzeitig für eine angenehm saftige Konsistenz.

Leinsamen und Flohsamenschalen verleihen dem Brot zusätzlich Stabilität und unterstützen durch ihren hohen Ballaststoffgehalt eine lang anhaltende Sättigung. Mit nur wenigen Zutaten entsteht so ein aromatisches Brot, das sich sowohl süß als auch herzhaft genießen lässt.

Das Beste daran: Die Zubereitung ist überraschend einfach. Nach dem Einweichen der Linsen werden alle Zutaten zu einem Teig verarbeitet und anschließend im Ofen gebacken. So erhältst du ein glutenfreies Brot, das sich wunderbar für Frühstück, Abendbrot oder als gesunde Beilage eignet.

Eiweißbrot aus roten Linsen


Zutaten

ergibt etwa 1 Brot oder 4 Brötchen

  • 200 g rote Linsen
  • 20 g Leinsamen
  • 20 g Flohsamenschalen
  • 75 ml Wasser
  • 1 TL Backpulver
  • ½ TL Salz
  • Sesamsamen, Sonnenblumen- und/oder Kürbiskerne zum Bestreuen

Zubereitung

  1. Die roten Linsen in einem Sieb gründlich spülen, bis das Wasser klar ist. Anschließend mindestens 2 Stunden, besser über Nacht, in reichlich Wasser einweichen.
  2. Die Leinsamen fein mahlen.
  3. Die eingeweichten Linsen abgießen und zusammen mit dem Wasser, den gemahlenen Leinsamen, Flohsamenschalen und Salz in einem leistungsstarken Mixer oder einer Küchenmaschine zu einem glatten, zähen Teig verarbeiten.
  4. Zum Schluss das Backpulver hinzufügen und nochmal kurz vermengen.
  5. Den Teig zu einem Brot oder vier Brötchen formen. Falls der Teig leicht klebt, die Hände mit etwas Wasser anfeuchten. 
  6. Nach Belieben mit Samen bestreuen und im vorgeheizten Backofen bei 190 °C Ober-/Unterhitze etwa 25 Minuten backen.

Tipp:

Wer auf Backpulver verzichten möchte, kann stattdessen 1 TL Natron und 1 EL Apfelessig verwenden. Durch die Reaktion der beiden Zutaten entsteht Kohlendioxid, das den Teig auflockert. Backe das Brot nach dem Vermengen möglichst direkt.

glutenfreies Linsenbrot

 

Weitere gesunde Brotalternativen

Bei uns findest du viele weitere gesunde Alternativen zu klassischem Brot:

 

 

Welches ist dein Lieblingsbrot? Oder hast du selbst ein gesundes Brotrezept, das du immer wieder backst?

💚 Schreib es uns gerne in die Kommentare – wir freuen uns auf deine Ideen und Erfahrungen! 

 

 

Vielleicht ist dieses Rezept erst der Anfang deiner Reise. Wenn du verstehen möchtest, wie Ernährung den Körper auf allen Ebenen beeinflusst und wie du dieses Wissen für dich oder beruflich nutzen kannst, dann schau dir unsere Ausbildung zum ganzheitlichen Ernährungsberater an und informiere dich bei uns!

Ernährungsberaterausbildung roh-vegan

Ulrike Eder
Ulrike ist Heilpraktikerin (psych.), Ernährungsberaterin, Hippocrates Lifestyle Medicine Coach und Phytotherapeutin. Zusammen mit ihrem Mann Jürgen leitet sie die Ernährungsberater-Fernausbildung der Deine Ernährung Akademie.

Kommentare

4 Kommentare

  1. Eva-Maria Kegelmann

    Hallo Ulrike
    Kann ich das Brot auch mit braunen oder grünen Linsen backen? Leider Vertrage ich rote Linsen gar nicht.

    Viele Grüsse, Eva-Maria

    Antworten
    • Ulrike Eder

      Hallo Eva-Maria,

      versucht habe ich es noch nicht, grundsätzlich sollte es auch mit braunen oder grünen Linsen funktionieren. Allerdings wird das Ergebnis etwas anders als mit roten Linsen.

      Rote Linsen sind geschält, werden sehr weich und lassen sich besonders fein pürieren → das Brot wird homogener und etwas lockerer. Braune oder grüne Linsen haben ihre Schale noch und bleiben fester → das Brot wird kerniger, dunkler und eher kompakter. Auch der Linsengeschmack kann etwas kräftiger sein. Ich würde braune oder grüne Linsen etwas länger einweichen (z. B. über Nacht) und beim Mixen schauen, ob etwas mehr Wasser nötig ist.

      Ich wünsche dir gutes Gelingen!
      Liebe Grüße Ulrike

      Antworten
  2. Isabella

    Hi Ulrike, man könnte die Brotmasse auch – analog dem fermentierten Buchweizenbrot – für mehrere Stunden fermentieren, oder? Wenn ich die Menge verdoppeln möchte, muss ich auch Leinsamen und Flohsamenschalen verdoppeln? Danke für das tolle Rezept. Viele Grüße Isabella

    Antworten
    • Ulrike Eder

      Hallo Isabella,

      vielen Dank! 😊 Mit einer längeren Fermentation habe ich dieses Rezept noch nicht ausprobiert. Beim Buchweizen funktioniert das sehr gut, bei diesem Linsenbrot würde ich es aber nicht einfach 1:1 übertragen, da Leinsamen und Flohsamenschalen viel Wasser binden und die Teigstruktur eine andere ist. Das müsste man tatsächlich erst einmal testen.

      Wenn du die Rezeptmenge verdoppelst, würde ich auch Leinsamen und Flohsamenschalen entsprechend verdoppeln.

      Liebe Grüße
      Ulrike

      Antworten

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