Elisabeth im Interview mit Deine Ernährung - deine-ernaehrung.de

Elisabeth im Interview mit Deine Ernährung

von Wissen0 Kommentare

Elisabeth und Josef haben zusammen bei Deine Ernährung die Fernausbildung zum*r Ernährungsberater*in absolviert. Im Interview mit Deine Ernährung berichtet Elisabeth über ihren Werdegang zur Expertin für Ernährung, über ihre gesundheitlichen Höhen und Tiefen, ihre persönlichen Erfahrungen und wichtigsten Erkenntnisse im Heilungsprozess.

Aus welchen Gründen hast du dich für die roh-vegane Ernährung entschieden?

Ich habe mich schon immer für Ernährung interessiert und mich sehr gerne hochwertig ernährt. Im Bioladen einzukaufen ist schon seit vielen Jahren eine Selbstverständlichkeit für unsere Familie. Auch hatte ich mich schon viele Jahre vegetarisch und schon einige Jahre vegan ernährt. Dies allerdings vorwiegend aus ethischen, weniger aus gesundheitlichen Gründen.

Leider habe ich damals große Fehler bei der Umsetzung der veganen Ernährung gemacht. Ich habe viel zu viel Getreide, und das auch noch glutenhaltig, gegessen. Als es mir dann gesundheitlich schlechter ging, habe ich den Schluss gezogen, dass die vegane Ernährung für mich nichts ist. Dass ich mich nicht sinnvoll vegan ernährt hatte, war mir damals nicht bewusst.

Unser jüngerer Sohn Benedikt, der mittlerweile 16 Jahre alt ist, erkrankte 3 Monate nach der Geburt sehr schwer an Neurodermitis. Sein ganzer Körper war offen und entzündet. Eine naturheilkundlich orientierte, mittlerweile leider verstorbene Ärztin riet uns damals zur Rotationsdiät. Dies war zwar sehr anstrengend, dennoch war diese Form der Ernährungstherapie, die wir mehrere Monate konsequent praktizierten, im Rückblick die Therapieform, die am schnellsten und nachhaltigsten eine Verbesserung seiner Hautsituation mit sich brachte. So durfte ich durch seine Erkrankung lernen, dass die richtige Ernährung heilende Impulse auch bei schweren Erkrankungen geben kann.

Da ich durch schwere Komplikationen bei Benedikts Geburt und seine schwere Erkrankung ebenfalls nachhaltig geschwächt war und mit großen gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hatte, lag es natürlich nahe, nicht nur den Gesundheitszustand des Kindes, sondern auch meinen eigenen mit heilender Ernährung zu verbessern. Ich begann viel über Ernährung zu lesen und stieß auf Dr. Switzer und seine Wildkräuter-Vitalkost. Ich konsultierte ihn als Arzt, belegte Seminare bei ihm und integrierte seine Impulse mehr und mehr in mein Ernährungsverhalten.

Heute lebe ich zu 90 Prozent roh-vegan und vermeide dabei natürlich die Fehler, die ich früher bei der Umsetzung der veganen Kost gemacht hatte. Besonders dankbar bin ich für die wunderbare Welt der Wildkräuter. Im Winter koche ich mir abends auch gerne mal eine Gemüsesuppe oder esse gedünstetes Gemüse mit Reis oder Quinoa. Auch gehört in Absprache mit Dr. Switzer die Budwigcreme mit selbst zubereitetem Rohmilchquark hin und wieder zu meinem Speiseplan. Diese Ernährung macht mich auf vielen Ebenen zufrieden und fühlt sich für mich rund und stimmig an.

Bitterstoffe

Du warst persönlich von der Stoffwechselstörung HPU und einer Histaminintoleranz betroffen. Welche Veränderungen in deiner Ernährung konnten deinen Heilungsweg wesentlich unterstützen?

Grundsätzlich wird von HPU-Experten für die Behandlung folgende Ernährungsempfehlung gegeben:

    • Einnahme hochwertiger Nahrungsergänzungsmittel, um die entstandenen Mikronährstoffdefizite aufzufüllen.
    • Konsequenter Verzicht auf Weizen, die Reduktion von Gluten, der Verzicht auf Eier und Kuhmilchprodukte, der Verzicht auf Zucker, eine Reduktion von kohlenhydratlastiger Kost, die konsequente Vermeidung von Fertigprodukten und Glutamat.
    • Frische Zubereitung der Mahlzeiten mit einem hohen Gemüseanteil, möglichst aus biologischem Anbau.

Wie man sieht, gehen diese Empfehlungen schon in die richtige Richtung. Der Schritt hin zur Wildkräuter-Vitalkost nach Dr. Switzer war dann für mich nicht mehr allzu groß. An diese Empfehlungen habe ich mich sofort nach Diagnosestellung konsequent gehalten. Gluten habe ich nicht nur reduziert, sondern konsequent weggelassen. Bezüglich der Milchprodukte integriere ich heute, wie oben bereits erwähnt, hin und wieder die Budwig-Creme in meinen Speiseplan. Dazu muss man jedoch wissen, dass durch das Verquirlen der Rohmilch mit Leinöl und Magerquark ein neues Molekül, ein sogenanntes Lipoproteid entsteht. Obwohl ich mit Milchprodukten immer Probleme hatte, vertrage ich die Budwig-Creme sehr gut.

Mit der Histaminintoleranz hatte ich lange Zeit allergrößte Probleme. Dies hat meine Lebensqualität massiv beeinträchtigt. Mit der 3-Stufen-Therapie und der Stärkung meines Verdauungssystems konnte ich Schritt für Schritt eine Verbesserung der Lebensmittel-Unverträglichkeiten erlangen. Auch die fermentierten Säfte habe ich nur schlecht vertragen. Da mir die Vorzüge von Fermentsäften jedoch einleuchteten, habe ich überlegt, wie ich meine Toleranzschwelle bezüglich der Fermentsäfte anheben könnte. Ich habe dann begonnen, fermentierte Säfte teelöffelweise zu konsumieren. Ich habe immer nur so viel zu mir genommen, bis ich leicht zu reagieren begann. Die Menge konnte ich dann langsam steigern. Heute kann ich ein ganzes Glas (ca. 200ml) des von mir angesetzten Fermentsaftes trinken, ohne Probleme zu bekommen. Dafür bin ich sehr dankbar, da ich von den gesundheitlichen Vorzügen der Fermentsäfte überzeugt bin und sie mir gut tun, insbesondere hinsichtlich meiner Darmsituation. Brennnesseln kann ich leider noch immer nur in kleinen Mengen zu mir nehmen. Ich gehe jedoch davon aus, dass sich auch das noch bessern wird. Wir haben so viele Brennnesseln in unserem Garten, die nur darauf warten, verzehrt zu werden, … .

Natürlich sollte man als HPUler im Hinterkopf behalten, dass man einmal HPU-positiv getestet worden ist. Denn in starken Stressphasen kann die HPU theoretisch wieder zum Tragen kommen, und man muss dann wieder konsequent mit den bekannten Methoden gegensteuern.

fermentierte Rote Bete Säfte

Heute bist du zertifizierte Ernährungsberaterin roh vegan. Wie war die Zeit der Ausbildung bei Deine Ernährung und welche Bereicherung konntest du für dich mitnehmen?

Ich habe die Zeit der Ausbildung sehr genossen und mich mit großer Freude in jedes neue Modul gestürzt. Vieles von dem, was ich schon längere Zeit praktizierte, konnte ich nun mit Wissen untermauern. Freude hat mir auch der Austausch im Forum gemacht. Das habe ich als sehr bereichernd empfunden. Wunderbar war für mich auch, einige der Ausbildungsteilnehmer persönlich kennenzulernen. Ich habe so liebenswerte Menschen kennengelernt und möchte so manchen Kontakt nicht mehr missen.

In der momentanen Zeit, die ich als sehr belastend erlebe, tut mir der Austausch mit Gleichgesinnten aus dem Kreis der Ausbildungsteilnehmer sehr gut. Es gibt mir Kraft zu spüren, dass ich mit meiner Sicht auf die Dinge nicht alleine bin.

Da ich gerne neue Rezepte ausprobiere, habe ich mich sehr darüber gefreut, wohlschmeckende Rezepte von Ulrike an den Präsenztagen kennenzulernen und auszuprobieren. Da ich immer große Probleme mit dem Fasten hatte , dies ist übrigens typisch für HPUler, bin ich sehr dankbar dafür, dass ich bei Deine Ernährung die Methode des Intervallfastens kennenlernen durfte, die ich problemlos in meinen Alltag integrieren kann.

Welche Themen möchtest du zukünftig in deiner Beratung abdecken?

Aktuell plane ich mit meinem  Mann, der ebenfalls die Ausbildung bei Ulrike und Jürgen abgeschlossen hat, die Ernährungsberatung gemeinsam beruflich zu nutzen. Aufgrund der momentanen Situation läuft es jedoch leider viel langsamer an, als geplant.

Da ich jedoch derzeit noch eine Fernausbildung bei Lothar Hirneise zur ganzheitlichen Krebsberaterin mache, ist diese zeitliche Verzögerung nicht so schlimm. Langfristig möchte ich aufgrund der eigenen Betroffenheit selbstverständlich die Themen HPU und Histaminintoleranz abdecken, da von diesen Stoffwechselstörungen viele Menschen betroffen sind. Nach meiner Erfahrung ist eine Verbesserung der gesundheitlichen Situation von Betroffenen ohne Berücksichtigung des Ernährungsverhaltens sehr schwierig. Und auch das Thema „Ernährung bei Krebs“ wird nach Abschluss der Ausbildung bei Lothar Hirneise sicherlich ein weiterer Schwerpunkt sein.

Deine Ernährung wünscht Elisabeth und Josef viel Erfolg bei ihrer neuen beruflichen Ausrichtung! 

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 Wenn du ein tieferes Verständnis über die gesundheitliche Wirkung einer natürlichen Ernährungsweise erlangen und deine Gesundheit auf ein höheres Level heben möchtest – dann informiere dich bei uns!

Ulrike
Für die meisten hört sich „Rohkost“ nach einer gravierenden Veränderung oder extremen Lebensform an. Ich verbinde damit vielmehr einen modernen Lifestyle und lasse mich von der Kreativität der Rohkostküche inspirieren.

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