Wie sieht eine Ernährung aus, die Gesundheit im Alter ermöglicht? - deine-ernaehrung.de

Wie sieht eine Ernährung aus, die Gesundheit im Alter ermöglicht?

von Wissen3 Kommentare

Man schätzt, dass mindestens 50 Prozent der Zivilisationskrankheiten durch die Ernährung bedingt sind. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs, Diabetes, Allergien, Übergewicht, usw. nehmen immer mehr zu. Deshalb müssen wir uns die Frage stellen:

Sind wir nicht gut ernährt?

Ein Rückblick zeigt, dass sich der frühe Mensch hauptsächlich von Blattgrün, Wurzeln, Wildgemüse und Obst ernährt hat.

Vor circa einer Million Jahren begann der Mensch Tiere zu jagen und vor 10.000 Jahren erfolgte Getreideanbau und das Brot wurde zu einem Grundnahrungsmittel.

Erst vor 150 Jahren wurde der Mensch durch die industrielle Lebensmittelverarbeitung mit „raffinierten“ Produkten wie Zucker, Weißmehl, hellem Reis uvm. konfrontiert.

Ernährung

Wir müssen uns verdeutlichen, dass das industrielle Verarbeiten von Lebensmitteln in der Menschheitsgeschichte nur einen kurzen Augenblick darstellt. Das ist uns meist nicht bewusst, weil wir es nicht anders kennen. Unsere Generation ist bereits mit dem Supermarkt aufgewachsen und es ist für die meisten von uns selbstverständlich dort einzukaufen, was uns angeboten wird. Wir vergessen darüber nachzudenken, dass der Mensch aus einem Leben in der Natur stammt und sich davon ernährt hat, was er dort vorgefunden hat. Unsere gegenwärtige Ernährung hat sich davon weit wegentwickelt.

Unsere Nahrungsmittel

  • sind meist viel zu sehr verarbeitet,
  •  sind nährstoffärmer,
  • meist zu zucker– und salzreich,
  • enthalten zu viele Zusatzstoffe, viele davon kennt unser Körper gar nicht.

Unser Körper kann Defizite sehr lange ausgleichen und läßt uns „leider“ nicht sofort spüren, was ihm schadet. Früher oder später zeigen sich Schieflagen in Form von körperlichen Symptomen wie Schmerzen, Unwohlsein, Bluthochdruck und ähnlichem. Spätestens dann heißt es, die Stimme des Körpers zu hören, zu analysieren und ehrlich zu sich sein.

Der Zellstoffwechsel

Was passiert eigentlich, wenn wir uns falsch ernähren, wenn die Nahrung zu wenig Nährstoffe enthält oder zu viele Stoffe, die der Körper gar nicht verwerten kann? Um diese körperlichen Abläufe nachvollziehen können, ist es sinnvoll den menschlichen Organismus auf Zellebene zu betrachten:

Die Grundlage aller biochemischen Abläufe im Körper ist der Zellstoffwechsel. Alles, was wir essen, muss verarbeitet und umgewandelt werden, um daraus Energie zu gewinnen.

Der Mensch besteht aus einer unvorstellbar großen Zahl von ungefähr 80 Billionen Zellen. Diese können wir uns wie kleine Fabriken vorstellen, jede folgt ihrer Funktion. Für deren Versorgung mit Nährstoffen ist es wichtig, dass der Stoffwechsel und somit die Ver- und Entsorgung der Zelle gut funktionieren.

Mit dem Stoffwechselaustausch befasste sich sehr ausführlich der Wiener Arzt Prof. Dr. Alfred Pischinger (1899-1983). Er beschrieb im sogenannten „System der Grundregulation“, wie die Nährstoffe in die Körperzellen gelangen und wie sie sich ihrer Abfallstoffe entledigen.

System der Grundregulation

Abbildung und nachfolgende Beschreibung zeigen den Stoffwechselaustausch vereinfacht auf:

Versorgung der Zellen

Über die Arterien werden Nährstoffe und Sauerstoff zu den Zellen transportiert und treten über feine Kapillaren in das die Zelle umgebende, lockere Bindegewebe aus. Von dort müssen sie über eine kurze Endstrecke zur Zelle gelangen.

Entsorgung der Zellabfälle

Ebenso werden die Abfallprodukte des Stoffwechsels von den Zellen in das Bindegewebe abgegeben und durch die Blut- und Lymphgefäße zu den Ausleitungsorganen (Nieren, Darm, Lungen) transportiert.

Überlastung der Ausscheidungsorgane

Kommt es nun im Zusammenhang mit einer ungünstigen Ernährung oder Lebensweise zu einer Störung des Abtransports, so bleiben Stoffwechselrückstände in der Zellumgebung zurück und „verschlacken“ das Bindegewebe. Dies hat zur Folge, dass der Stoffwechselaustausch beeinträchtigt und für Nährstoffe und Sauerstoff der Weg zur Zelle erschwert wird.

Die Folgen sind

  • mangelhafte Sauerstoff- und Nährstoffversorgung
  • Überlastung von Leber und Nieren mit Entgiftungs- und Ausscheidungstätigkeiten
  • fortschreitende Einlagerung von Stoffwechselrückständen im Bindegewebe (Verschlackung)

Wie können wir leben, damit Krankheit gar nicht erst entsteht?

Eure Nahrung soll eurer Heilmittel sein

Meist wird dieser Ausspruch von Hippokrates erwähnt, ohne sich die volle Tragweite richtig bewusst zu machen. Hippokrates erkannte als Arzt, dass die gesunde Lebensführung und insbesondere eine gesunde Ernährung eine zentrale Rolle für Gesundheit spielt. Offenbar gab es schon um 400 vor Christus das „maßlose“ Essen, das zu körperlichen Gebrechen führte. So kam Hippokrates zu der Schlussfolgerung, dass eine natürliche Ernährung und regelmäßige Körperreinigung die Kräfte des Körpers bis ins hohe Alter erhalten können.

Langlebigkeitsstudien

Auch Langlebigkeitsstudien, die den Lebensstil von Menschen in Regionen analysieren, wo die Menschen gesund alt werden und der Anteil von Hundertjährigen auffällig hoch ist, zeigen, dass eine Ernährung mit einem hohen Anteil an natürlichen Lebensmitteln für Gesundheit wesentlich ist. Die meisten essen ihr Leben lang keine industriell verarbeiteten Produkte gegessen. Fleisch gibt es nicht oder selten zu besonderen Anlässen. Stattdessen essen Hundertjährige Obst, Gemüse, Bohnen, Nüsse meist aus ihrem eigenen Garten, bewegen sich viel an der frischen Luft und sind schlank.

Die pflanzenbasierte Ernährung

Mit großer Überzeugung empfehlen wir von „Deine Ernährung“ Lebensmittel, die nicht in einer Fabrik hergestellt wurden, wie das heute bei Nudeln, Knödeln, Keksen oder Pizza aus dem Supermarkt der Fall ist.

Frische pflanzliche Lebensmittel

  • sind nährstoffreich
  • sind reich an Enzymen
  • stärken das Immunsystem
  • sind reich an Ballaststoffen, fördern die Verdauung
  • reinigen den Körper
  • sind basisch
  • wirken antioxidativ, antientzündlich und antikarzinogen
  • enthalten viel Chlorophyll
  • machen schlank
  • machen gute Stimmung
  • schenken mehr Energie und geistige Klarheit
  • beugen Zivilisationskrankheiten vor
  • verlangsamen den Alterungsprozess
  • verschonen Tiere
  • eröffnen „Eine neue Welt des Essens

Ja, aber . . .

Dieser Ansatz klingt für viele vielleicht nach einer lukrativen Lebensweise, bis sich im zweiten Moment das große  „ja, aber“ breit macht.

Was ist möglich, bei einem langen Arbeitstag, straff organisierten Familienalltag und einem Leben in der Stadt? Alles muss schnell gehen. Außerdem ist es sehr schwierig eingespielte Gewohnheiten zu durchbrechen. Eine Veränderung erfordert sehr viel Begeisterung und Willen. Neues muss überzeugen, alltagstauglich, unkompliziert und erschwinglich sein und das Allerwichtigste:

Das Essen muss lecker schmecken!

Sich überwiegend von Frischem, von Gemüse und reifen Früchten zu ernähren, das scheint eine große Herausforderung. Aber du wirst überrascht sein, wie kreativ die Rohkostküche sein kann. Am Anfang ist vieles neu, die Küchenausstattung, die Zutaten und Vorräte und die Abläufe. Aber mit der Zeit wird auch diese Art der Zubereitung schnell von der Hand gehen und ungeahnte Geschmackserlebnisse bescheren.

Kontraproduktiv ist eine zu strenge Sichtweise, aber mit dem Anspruch, so viel wie möglich frisches Obst und Gemüse in die Ernährung zu integrieren, liegst du auf jeden Fall immer richtig!
So kannst du dafür sorgen, dass dein Energie-Niveau auch mit zunehmendem Alter ansteigt, anstatt abzunehmen und mit wachsendem Wohlbefinden könnte der Rest ein Selbstläufer werden.

 

Wenn du ein tieferes Verständnis über die gesundheitliche Wirkung einer natürlichen Ernährungsweise erlangen und deine Gesundheit auf ein höheres Level heben möchtest – dann informiere dich bei uns!

Ulrike
Für die meisten hört sich „Rohkost“ nach einer gravierenden Veränderung oder extremen Lebensform an. Ich verbinde damit vielmehr einen modernen Lifestyle und lasse mich von der Kreativität der Rohkostküche inspirieren.

Kommentare

3 Kommentare

  1. Lili

    Liebe Ulli,
    habe gerade in meiner Mittagspause mit Freude Deinen Blog über gesunde Ernährung gelesen! Alles was Du darin erklärst finde ich so einleuchtend. Du hast ein großes Thema klar und ansprechend zusammengefaßt und in der Anregung, möglichst viel saisonales Obst und Gemüse in den täglichen Speiseplan zu integrieren, zeigst Du einen einfachen Weg in die richtige Richtung auf. Ein ganz toller Artikel,finde ich. Danke!
    Und die beiden runden Formen ( Orange und grüne Graphik ) passen prima zusammen!
    Liebe Grüße und bis bald wieder
    Lili

    Antworten
  2. ReneMichl

    liebe Ulli,
    jetzt ist es auch bei mir soweit, ich starte eine Roh-Vegane Woche, das wird sicher spannend, und wenn ich aufgeben will, werde ich den blog nochmal lesen und dann hab ich die richtige Motivation weiterzumachen, toller blog Liebe Grüße Rene

    Antworten
  3. Ulrike Eder

    Hallo Rene,
    boh, das finde ich ja super! Es freut mich sehr und du kannst dich gerne bei mir melden, wenn du einen Rat brauchst.
    Liebe Grüße Ulli

    Antworten

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