Marmelade selber machen – ohne Kochen und ohne raffinierten Zucker

Ohhh, wie köstlich sind diese Marmeladen! 😋

Fruchtig, aromatisch, voller wertvoller Pflanzenstoffe – und ganz ohne raffinierten Zucker oder Einkochen!

Beeren sind ein wahrer Schatz der Natur. Sie liefern wertvolle Vitamine, Mineralstoffe und eine Vielzahl sekundärer Pflanzenstoffe. Besonders bemerkenswert sind die Anthocyane, die vielen Beeren ihre intensive rote, violette oder blaue Farbe verleihen. Diese Pflanzenfarbstoffe besitzen antioxidative Eigenschaften und werden unter anderem hinsichtlich ihrer entzündungshemmenden Wirkung erforscht.

Traditionelle Marmeladen werden meist aus Früchten und reichlich Zucker hergestellt und anschließend eingekocht. Dabei können insbesondere hitzeempfindliche Vitamine verloren gehen. Zudem enthalten viele handelsübliche Fruchtaufstriche einen hohen Anteil an zugesetztem Zucker.

Unsere Marmeladen zeigen, dass es auch anders geht!

Wir verwenden ganze Beeren, verzichten auf das Erhitzen und nutzen die natürliche Süße von Medjool-Datteln. So entstehen köstliche, fruchtige Aufstriche, bei denen die wertvollen Inhaltsstoffe der Früchte weitgehend erhalten bleiben.

Unsere Empfehlung: Beeren einfrieren und das ganze Jahr über genießen!

Eine wunderbare Möglichkeit ist das Einfrieren von Früchten und Beeren während der Erntesaison. Werden frisch geerntete Beeren möglichst zeitnah eingefroren, bleiben viele ihrer wertvollen Inhaltsstoffe gut erhalten.

So lassen sich jederzeit köstliche Rohkost-Marmeladen zubereiten – mit wenigen Zutaten, ohne raffinierten Zucker und ganz ohne Einkochen.

Marmeladen selbst gemacht - Zutaten

BLAUBEERMARMELADE


ZUTATEN

  • 300 g Blaubeeren gefroren
  • 4 – 5 Medjool-Datteln

ZUBEREITUNG

  1. Die Beeren über Nacht im Kühlschrank auftauen lassen.
  2. Am Morgen die Beeren mit den Datteln im Hochleistungsmixer cremig mixen – fertig!

Blaubeeren enthalten von Natur aus Pektin, das zur Bindung des Fruchtaufstrichs beitragen kann.


HIMBEERMARMELADE MIT CHIA


ZUTATEN

  • 300 g gefrorene Himbeeren
  • 4 – 5 Medjool-Datteln
  • 1 EL Chiasamen (ca. 15 g)

ZUBEREITUNG

  1. Die Beeren über Nacht im Kühlschrank auftauen lassen.
  2. Die aufgetauten Himbeeren nach Wunsch durch ein Sieb streichen, um die Kerne zu entfernen. Anschließend mit den Datteln cremig mixen und die Chiasamen unterrühren.

PFLAUMENMUS


ZUTATEN

  • 300 g gefrorene Pflaumen
  • 50 g getrocknete Pflaumen
  • 1 Prise Lebkuchengewürz

ZUBEREITUNG

  1. Die Pflaumen über Nacht im Kühlschrank auftauen lassen.
  2. Am Morgen die Pflaumen mit Dörrpflaumen und Nelkenpulver mixen – fertig!

APRIKOSENMUS


ZUTATEN

  • 300g getrocknete Aprikosen
  • je 1 Prise Zimt, Kardamom, Vanille

ZUBEREITUNG

  1. Die Aprikosen mit Wasser bedecken und über Nacht einweichen.
  2. Am nächsten Morgen die Aprikosen abgießen und das Einweichwasser auffangen.
  3. Die Aprikosen zusammen mit den Gewürzen und etwas Einweichwasser fein pürieren, bis ein cremiges Mus entsteht.

Tipp: Je nach gewünschter Konsistenz etwas mehr Einweichwasser hinzufügen.

Omas Pflaumenmus

Mmmh, wie köstlich das duftet! 😋

 

 

Haltbarkeit

Die Marmeladen in saubere, verschließbare Gläser füllen, im Kühlschrank aufbewahren und möglichst innerhalb von 4–5 Tagen verbrauchen.

 

Wir essen diese Marmeladen sehr gerne zu Rohkostbroten, Chiapudding oder geben auch gerne mal einen Klecks ins Müsli.

 

Alternativ zu Marmeladen empfehlen wir dir den leckeren Rohkost-Schoko-Aufstrich.

 

Möchtest du dieses Wissen vertiefen und andere Menschen auf ihrem Weg zu einer besseren Gesundheit unterstützen? Dann ergreife jetzt die Gelegenheit und nimm an unserem einzigartigen, ernährungswissenschaftlich fundierten und praxisorientierten Ausbildungsprogramm teil.

Über alle Details informieren wir dich auf unserer Webseite „Deine Ernährung Akademie“.

Ernährungsberaterausbildung roh-vegan

Ulrike Eder
Ulrike ist Heilpraktikerin (psych.), Ernährungsberaterin, Hippocrates Lifestyle Medicine Coach und Phytotherapeutin. Zusammen mit ihrem Mann Jürgen leitet sie die Ernährungsberater-Fernausbildung der Deine Ernährung Akademie.

Kommentare

13 Kommentare

  1. Maria

    Vielen Dank für die Rezepte der rohköstlichen Marmelade. Die Marmelade schmeckt viel fruchtiger als die mit gekochten Früchten, und ist so schnell zubereitet und dazu noch gesünder. Kann man eigentlich Rhabarber auch roh oder gefroren für Marmelade verwenden?

    Antworten
    • Ulrike Eder

      Liebe Maria,

      ich danke dir sehr für dein Feedback 🌱 🌿 💚 mit Rhabarber habe ich keine Erfahrung. Er ist sehr faserig und könnte dem Mixer Probleme machen, darüber hinaus würde ich nur kleiner Mengen davon verzehren, weil Rhabarber sehr oxalhaltig ist. Berichte uns gerne von deinen Erfahrungen.

      Liebe Grüße
      Ulrike

      Antworten
      • Maria

        Liebe Ulrike, zur Oxalsäure schreibt Norman Walker, daß diese in rohem Obst/Gemüse organisch ist und in dieser Form für die physiologischen Funktionen des Körpers lebenswichtig. Nur in gekochtem Zustand ist sie anorganisch und schädlich. Das würde ja für Rohkostmarmelade sprechen. Gibt es zur Oxalsäure unterschiedliche Thesen oder ist das bereits wissenschaftlich bewiesen. Wie ist dein Kenntnisstand hierzu?

        Antworten
        • Ulrike Eder

          Ja, die Oxalsäure in Lebensmitteln ist meistens mit anderen Elementen wie Eisen(Eisenoxalate) verbunden, also sogenannte Salze. Sie sind in normalen Menge okay, aber in hohen Mengen können sie die Nieren belasten und die Nierensteinbildung begünstigen. Darüber hinaus verschlechtert die Oxalsäure die Verfügbarkeit von Eisen.

          Diese Eigenschaften wirken erst gesundheitsschädlich, wenn man Oxalsäure in großen Mengen zu sich nimmt, durch beispielsweise einen täglichen Verzehr von reichlich Rabarbermarmelade oder Sauerampfer oder Mangold im Smoothie 😉

          LG Ulrike

          Antworten
    • Birgit W.

      Von Herzen danke ich Ulrike Eder für diese wunderbaren, rohköstlichen Marmeladenrezepte 💜✨
      Sie bereichern auf so natürliche Weise und schenken so viel Genuss, Lebenskraft und Leichtigkeit 🎉💖☀️

      Antworten
    • Elvira

      Liebe Ulrike
      herzlichen Dank für diese tollen Rezepte.
      Wie lange kann man die Marmelade im Kühlschrank aufbewahren?
      Auch bei den anderen Köstlichkeiten fehlt mir die Haltbarkeit.
      Dies fehlt mir grundsätzlich bei deinen Rezepten. da wir zu Zweit sind. Liebe Grüsse Elvira

      Antworten
      • Ulrike Eder

        Liebe Elvira,
        haha, das vergesse ich tatsächlich immer zu erwähnen, weil bei uns alles so schnell aufgegessen ist. 😉
        Die Marmeladen sind im Kühlschrank gut eine Woche haltbar, allerdings natürlich deutlich kürzer als herkömmliche Marmeladen. Du kannst sie wunderbar zum Müsli, zu Joghurt oder einfach als fruchtigen Aufstrich genießen.
        Die Kuchen lassen sich in der Regel sehr gut einfrieren und schmecken nach einer kurzen Auftauzeit wieder wunderbar.
        Liebe Grüße
        Ulrike

        Antworten
  2. Birgit

    Vielen Dank für die tollen Rezepte!
    Jetzt, wo so viel Obst verfügbar ist, möchte ich fragen, ob man diese Marmeladen auch einfrieren kann?
    Mit dankbaren Grüßen –
    Birgit

    Antworten
    • Ulrike Eder

      Liebe Birgit,
      ja du kannst diese Marmeladen eingefrieren oder es ist auch eine gute Idee Beeren einzugefrieren und diese dann zu gegebener Zeit aufzutauen und die Marmelade zuzubereiten.
      Liebe Grüße
      Ulrike

      Antworten
  3. Rolanda Kupka

    Die Marmelade hört sich sehr lecker an.
    Ich habe Diabetes Typ I
    Was kann ich statt der Datteln nehmen damit die Konsistenz passt?
    Benutze Erythit mit Stevie Mischung zum süßen.
    Danke

    Antworten
    • Ulrike Eder

      Hallo Rolanda,
      meine Idee, für eine gute Konsistenz könntest du etwas Apfel oder zusätzlich wilde Blaubeeren mitmixen – beide bringen von Natur aus Pektin mit und dicken die Marmelade etwas ein. Es ist aber von mir so nicht erprobt 😉
      Liebe Grüße
      Ulrike

      Antworten
      • Rolanda

        Dankeschön, werde es ausprobieren 😊

        Antworten

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