Diese Falafel Bowl mit Tahindip ist der Knaller!

 

Ganz besonders überzeugen die Kichererbsenbällchen (Falafel) durch ihre würzige Aromenvielfalt aus der arabischen Küche – sie kommen bei uns sogar in die Pfanne – aber davor werden die Kichererbsen ausgiebig eingeweicht (Infos zu rohen Kichererbsen findest du nach dem Rezept).

Falafel lassen sich bestens kombinieren mit allerlei Knackigem wie Weißkraut, Rotkraut, Tomaten, Gurken, . . .   Eigentlich muss man nur mal die pflanzlichen Zutaten einer Dönerbudentheke scannen. All das und vieles mehr passt in eine Falafel Bowl.

Und das allerwichtigste ist natürlich ein leckeres Dip – ideal zu Falafel das Tahindip, eine Sesamsoße, die leicht herb im Geschmack ist.

FALAFEL BOWL


ZUTATEN

  • 200 Gramm Kichererbsen
  • 1 kleine Zwiebel 
  • 1 Knoblauchzehe oder 1/2 TL Knoblauchpulver
  • 1/2 Bund Petersilie
  • 1/2 Bund Koriander
  • 1 TL Kreuzkümmel (gemahlen)
  • 1 TL Salz
  • 1 Messerspitze Cayennepfeffer
  • 2 Teelöffel Flohsamenschalen
  • 2 – 3 EL Kokosöl für die Pfanne

ZUBEREITUNG

  1. Die Kichererbsen über Nacht in Wasser einweichen. Anschießend  2 – 4 Tage keimen lassen und 2 mal täglich mit frischem Wasser gründlich spülen. Die Kichererbsen zeigen nun bereits deutlich kleine Spitzchen.
  2. Zwiebel, Knoblauchzehe, Petersilie und Koriander klein hacken.
  3. Nun alle Zutaten in der Küchenmaschine mit dem S-Messer zu einem homogenen, aber nicht zu feinen Teig verarbeiten.
  4. Für eine gute Formbarkeit im letzten Schritt 2 Teelöffel Flohsamenschalen hinzufügen und nochmal kurz durchmixen.
  5. Mit den Händen kleine Kugeln formen.

Diese Bällchen werden nun in reichlich Kokosöl – traditionell werden sie frittiert – in der Pfanne knusprig und goldgelb gebraten. Dabei vorsichtig wenden.


TAHINDIP


ZUTATEN

  • 50 g Sesamsamen optional 3-4 EL Tahin (Sesammus)
  • 1 EL Tamari (Sojasauce fermentiert)
  • Saft einer Zitrone
  • 50 ml Wasser
  • 1 Prise Knoblauchpulver oder 1 Knoblauchzehe
  • 1 EL Hefeflocken ( z.B. von Dr. Ritter)
  • 1 Prise Salz

ZUBEREITUNG

Die Sesamsamen (gibt es bei Vitakeim sogar gekeimt) fein mahlen und mit den restlichen Zutaten kurz durchmixen – schon ist das leckere Dip fertig!

Natürlich kannst du anstelle von Sesamsamen auch Tahin verwenden. Mit etwas mehr Wasser ergibt sich eine köstliche Salatsauce.

Hier geht’s zum Video: Vier gesunde Salatdressings

 

Ganz vorne im Bild seht ihr aus „Dreierlei Sauerkraut“  Variante „rosè“ , das Sauerkraut mit Karotten und Rote Beete.

Esse die Bowl ganz nach deinen Vorlieben. Du kannst quasi alle Zutaten dippen oder das Dip über das Bowl gießen und etwas unterheben.

Meine Erfahrungen mit Kichererbsen

Ich liebe Kichererbsen und habe mit ihnen schon einiges ausprobiert.

Vielleicht kennt ihr mein Kichererbsen-Hummus. Dafür weiche ich die Kichererbsen über Nacht ein und koche sie anschließend ca. 1 1/2 Stunden. Das gleiche Hummus habe ich auch schon mit gekeimten Kichererbsen ausprobiert und bin nach verschiedenen anderen Versuchen für mich zu dem Schluss gekommen, dass ich rohe Kichererbsen nicht wirklich bekömmlich finde. Sie fühlen sich in meinem Bauch nicht wohlig an.

Das könnte an den Lektinen und Phytaten liegen, die als „Antinährstoffe“ bezeichnet werden.

LEKTINE sind komplexe Proteine, die die Eigenschaft haben sich an Zellmembranen zu binden. Dabei können sie im Verdauungstrakt schädlich wirken, indem sich sich an die Dünndarmwand anlagern und werden sogar mit Magen-Darm-Entzündungen und Autoimmunerkrankungen in Verbindung gebracht. Diese Wirkung verliert sich wohl durch Kochen weitestgehend.

PHYTATE, auch als Phytinsäuren bekannt, sind in vielen Pflanzen und auch in den meisten Nüssen zu finden. Sie wirken zum einen enzymhemmend, zum anderen neigen sie dazu Mineralstoffe, wie Calcium, Magnesium, Eisen oder Zink unlöslich zu binden, so dass sie unserem Körper nicht mehr zu Verfügung stehen. Siehe hierzu auch meinen Artikel  „Samen und Nüsse einweichen – warum“.

Es wird aber sogar auch gesagt, dass Phytinsäuren antioxidativ wirken und uns vor freien Radikalen schützen.

Dies zeigt mir, dass es so wichtig ist, dass wir für uns selbst spüren können, was tut mir gut und was nicht so sehr. Und dass wir auch immer das gute alte Sprichwort „Die Dosis macht das Gift“ berücksichtigen.

Bei diesem Falafelrezept habe ich nun alle Aspekte bestmöglichst vereint.

Die effektivste Methode, die Phytinsäure zu minimieren ist es, die Hülsenfrüchte keimen zu lassen, darüber hinaus werden die Vitalstoffe aktiviert. Lektine werden nur durch Erhitzen vollständig abgebaut.

 

Einfach genial – sie fühlen sich wohlig an im Bauch und schmecken sooooo lecker 🙂

Wie geht es dir mit Kichererbsen? Schreibe mir deine Erfahrungen gerne unten im Kommentar.

 

Wenn du ein tieferes Verständnis über die gesundheitliche Wirkung einer natürlichen Ernährungsweise erlangen möchtest – dann informiere dich bei uns!

Ulrike
Für die meisten hört sich „Rohkost“ nach einer gravierenden Veränderung oder extremen Lebensform an. Ich verbinde damit vielmehr einen modernen Lifestyle und lasse mich von der Kreativität der Rohkostküche inspirieren.

Kommentare

4 Kommentare

  1. Jasmin

    Liebe Ulrike, danke für das tolle Rezept. Als ich „Falafel“ gelesen habe dachte ich erst, Mhmm Mist, Kichererbsen Vertrage ich ganz und gar nicht – das endet immer in Bauchschmerzen. Jetzt weiß ich auch endlich weshalb! Danke für den Tipp mit dem Keimen lassen, das werde ich mal ausprobieren 🙂

    Antworten
  2. Yvonne

    Ich mag Kichererbsen sehr gern. Allerdings esse ich sie meist gekocht.
    Deine Falafel hab ich mit Rucola gemacht, statt Petersilie und Koriander.
    Der Tipp mit den Flohsamenschalen ist toll! Bisher hab ich ein Rezept mit Backpulver in der Masse genommen. Mit Flohsamenschalen sind sie stabiler!
    Ich fülle die Masse (auf einem Brettchen) in einen runden Ausstecher und drücke sie mit dem passenden Keksstempel zusammen. Dann kann man die „Bratlinge“ direkt in die Pfanne schieben, wenn das Brett voll ist. :o)
    Danke für dein Rezept. Lecker ist´s!!
    Yvonne

    Antworten

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