Wildkräuterwanderung mit Dr. Switzer

von | Blog, Ernährung & Gesundheit, Gesundheit & Heilung | 0 Kommentare

Bereichert und glücklich kehrte ich heute Abend von der „Wildkräuterwanderung mit Dr. Switzer“ von Feldafing am Starnberger See zurück.

Und obwohl ich mich bereits intensiv mit allen Büchern von Dr. Switzer befasst habe, wesentliche Teile davon in meinem Alltag lebe und im Zuge der Erstellung der Unterlagen für die Ausbildung zu Ernährungsberater eigens ein Begleitheft für die Wildkräuter-Vitalkost und Gersontherapie nach Dr. John Switzer verfasst habe, war die heutige Wildkräuterwanderung mit Dr. Switzer erneut eine große Bereicherung.

Bevor wir zur eigentlichen Wanderung aufbrachen, zeigte Dr. Switzer auf, warum Wildkräuter gesundheitlich überaus wertvoll sind. Gespannt und mit großer Freude lauschte ich mit 30 weiteren Wildkräuter- und Gesundheitsinteressierten den Worten von Dr. Switzer.

 

Fortschritte in der Landwirtschaft

Die Tatsache, dass degenerative Krankheiten enorm auf dem Vormarsch sind, hat Dr. Switzer veranlasst, unermüdlich zu forschen und den Ursachen auf den Grund zu gehen.

Den wesentlichen Auslöser dafür sieht er in der fortschreitenden Industrialisierung der Landwirtschaft und insbesondere in der Entwicklung von Hybridzüchtungen.

Zum einen werden heute große Mengen von Kunstdüngern, Schädlings- und Unkrautbekämpfungsmittel eingesetzt, um die Ernteerträge kontinuierlich zu erhöhen. Davon können wir uns durch den Kauf von Bioprodukten ein Stück weit schützen. Zum anderen gibt es einschneidende „Fortschritte“ in der Pflanzenzucht. So werden heute fast ausschließlich Hybrid-Pflanzen gezüchtet. Und diese Entwicklung macht auch vor dem Biomarkt nicht halt. Mittlerweile stammen ca. 80 Prozent des Saatgutes aus Hybrid-Züchtungen, deren Handel von drei großen, weltweit operierenden Saatgutkonzernen dominiert wird.

Was sind Hybride?

Unter „Hybriden“ versteht man Nachkommen von Kreuzungen verschiedener Arten, um gewisse Eigenschaften zu verstärken. Die Nutzung dieses Verfahrens ermöglichte es, Pflanzen hervorzubringen, die

  • besonders ertragreich und widerstandsfähig sind
  • optisch einheitlich aussehen und
  • süß schmecken.

Mögliche gesundheitliche Nachteile durch Hybrid-Züchtungen:

  • Wegen des schnellen Wachstums von Hybrid-Obst und Gemüse werden weniger Nährstoffe aus der Erde aufgenommen.
  • Immer mehr Früchte sind kernlos, dabei enthalten die Fruchtkerne äußerst wertvolle Inhaltsstoffe, insbesondere Antioxidantien.
  • Die für die Anregung der Verdauungssäfte und die Entgiftungsfunktion der Leber wichtigen Bitterstoffe fehlen.
  • Hybridzüchtungen enthalten zu viel Fruchtzucker und
  • der Gehalt an sekundären Pflanzenstoffen ist stark reduziert.

Durch diese Verknüpfung von Düngemitteln, Schädlings- und Unkrautbekämpfungsmittel und der Züchtung von Hybridsamen konnte eine hochertragreiche Landwirtschaft entstehen. Wir verfügen heute über Lebensmittel im Überfluss, billig wie nie – doch um welchen Preis?

Unsere Gesundheit bleibt auf der Strecke, denn unsere frischen Lebensmittel enthalten, ganz abgesehen von Fertigprodukten, um ein Vielfaches mehr an Zucker, jedoch viel weniger Nährstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe.

Wildkräuter-Vitalkost nach Dr. Switzer

 

Die Wildkräuter sind unsere Rettung

„Die Wildkräuter sind unsere Rettung“, so das Zitat von Dr. Switzer. Brennnessel, Giersch, Löwenzahn, Vogelmiere und viele mehr verfügen über eine einzigartige Nährstofffülle und liefern fünf- bis 50-mal mehr Vitamine, Mineralstoffe uns sekundäre Pflanzenstoffe, als konventionelles Gemüse. Sie suchen sich ihren Platz in der Natur selbst, setzen sich durch und bedürfen keiner Pflege. Am Waldrand oder auf unberührten Wiesen wachsen sie auf Böden mit vielen Kleinstlebewesen, Regenwürmern und Mikroorganismen und sind reich an

  • Chlorophyll
  • Biophotonen
  • Bitterstoffen
  • Enzymen
  • Ballaststoffen
  • Mineralstoffen, Vitaminen und
  • sekundären Pflanzenstoffen.

Durch lange Transportwege, Lagerung und Überzüchtung büßt selbst Biokost viele Nährstoffe ein. Die Wildkräuter hingegen wachsen meist vor der Haustür, müssen nur gesammelt werden und können zeitnah verzehrt werden.

Biophotonen

Ein ganz besonderes Augenmerk richtet Dr. Switzer auf die Biophotonen. Wir müssen uns vorstellen, dass in unserem Körper rund eine Trillion Stoffwechselprozesse pro Sekunde ablaufen, eine Zahl, welche die Grenzen unserer Vorstellungskraft übertrifft. Die Schulmedizin nimmt an, dass diese Abläufe chemisch gesteuert werden. Der Biophotonenforscher Fritz-Albert Popp setzt dagegen, dass allein Biophotonen die nötige Schnelligkeit besitzen, um die erwünschten chemischen Reaktionen auszulösen. Für ihn spielen die schwachen Lichtreize bei der Informationsübertragung unter den Zellen eine wesentliche Rolle.

Chlorophyll

Chlorophyll, das grüne Farbpigment, absorbiert die Lichtteilchen (Biophotonen) und wandelt das Sonnenlicht zusammen mit Kohlendioxid und Wasser in Energie und Sauerstoff um (Photosynthese) und speichert diese im grünen Blatt. Man kann sagen, Chlorophyll wirkt wie eine Speicherbatterie für Biophotonen.

Die Besonderheit von Chlorophyll liegt darin, dass es ähnlich aufgebaut ist wie das Hämoglobin, unser roter Blutfarbstoff. Es gibt nur einen kleinen Unterschied: Chlorophyll hat ein Magnesium als Zentralion und Hämoglobin ein Eisenion.

 

Chlorophyll.

 

Seine positive Wirkung für unsere Gesundheit ist in zahlreichen wissenschaftlichen Studien bestätigt:

Chlorophyll

  • wirkt blutbildend
  • verbessert die Sauerstoffversorgung unseres Körpers
  • fördert die Durchblutung und die Wundheilung
  • versorgt uns mit Magnesium
  •  wirkt blutreinigend und entgiftend, indem es Gifte bindet
  • reinigt den Darm und wirkt verdauungsfördernd
  • wirkt antioxidativ und entzündungshemmend
  • fördert angenehmen Körpergeruch

Auch im Ayurveda ist es von zentraler Bedeutung, dass das Blut stark, vital, sauber, kräftig und mineralienhaltig ist. Fehlen Nährstoffe, kann das Blut unser Körpergewebe nicht optimal ernähren und gesund halten.

Bitterstoffe

Um die Bedeutung der Bitterstoffe zu erahnen, hilft ein Blick zurück in der Zeitgeschichte. Die ursprüngliche Ernährung erfasste nämlich eine Vielzahl bitterstoffhaltiger Wildpflanzen, Blatt- und Wurzelgemüse.

Doch wer mag denn heute noch Bitteres? Alles was bitter schmeckt, stößt auf allgemeine Ablehnung und so sind Bitterstoffe aus unserer Ernährung fast vollständig verschwunden. Das ist fatal, denn gerade Bitterstoffe haben vielfältige positive Wirkungen auf unseren Stoffwechsel:

Bitterstoffe stimulieren die Verdauungsorgane, stärken insbesondere die Leber und aktivieren die Bildung von Verdauungssäften. Im Ayurveda heißt es „ein gesunder Mensch steht gut im Saft“.

Besonders einfach können wir uns durch Wildkräuter mit Bitterstoffen versorgen, allen voran mit unserem heimischen Löwenzahn.

Enzyme

Enzyme ermöglichen das Wunder, Samen zum Leben zu erwecken, indem sie wie Katalysatoren Prozesse anregen und beschleunigen.

Sie sind grundlegend für alle Stoffwechselprozesse und spielen die Schlüsselrolle in der Rohkost-Ernährung.

Unzählige Enzyme bildet unser Körper selbst:

  • Verdauungsenzyme, die von den Speicheldrüsen, dem Magen, der Bauchspeicheldrüse und dem Dünndarm abgesondert werden.
  • Stoffwechselenzyme, die von den Zellen produziert werden. Eine menschliche Zelle enthält durchschnittlich 3000 Enzyme.

Darüber hinaus haben wir die Möglichkeit über unsere tägliche Nahrung Nahrungsmittelenzyme zu uns zu nehmen. Am höchsten ist der Enzymgehalt in frischen und unverarbeiteten Lebensmitteln, weil dadurch eine möglichst kurze Lagerung erreicht werden kann. So gelten natürlich die Wildkräuter als besonders enzymreich.

Eine enzymreiche Ernährung

  • unterstützt die körpereigenen Verdauungsenzyme bei der Aufspaltung des Nahrungsbreis
  • optimiert die Nährstoffverfügbarkeit
  • wirkt stoffwechselaktivierend
  • liefert Coenzyme für Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente

Sekundäre Pflanzenstoffe

Die Wirkung der sekundären Pflanzenstoffe für uns Menschen wird von der Wissenschaft eifrig erforscht und zeigt im Bereich der Pflanzenheilkunde seit langem viele positive Wirkungen. Wie sie verschiedene Funktionen im menschlichen Körper genau beeinflussen, ist infolge der Komplexität noch relativ unklar.

Für Dr. Switzer liegt ein wesentlicher Grund für die positive gesundheitliche Wirkung der Wildkräuter am Reichtum der sekundären Pflanzenstoffe, denn sie wirken

  • anregend auf das Immunsystem
  • entzündungshemmend
  • gegen Viren, Bakterien und Pilze und
  • schützen vor freien Radikalen

 

Wildkräuterwanderung mit Dr. Switzer

Wow, nach allem was wir gehört haben, waren wir jetzt nicht mehr auf den Stühlen zu halten und wollten nun wirklich die Wildkräuter kennenlernen, die Dr. Switzer selbst täglich in seine Ernährung integriert!

 

Giersch und Löwenzahn

 

Bild: Giersch, Löwenzahn, Gundermann, Knoblauchrauke

Nach einem kurzen Spaziergang lag uns bereits eine Fülle an Wildkräutern zu Füßen: Brennnessel, Spitzwegerich, Giersch,  Bärlauch, Distel, Löwenzahn, Knoblauchrauke, Nelkenwurz, Wiesenschaumkraut, Taubnessel, Mädesüß, Gundermann, Storchenschnabel und Lindenbaumblätter.

Ein Start mit Wildkräutern ist auch für absolute Neulinge möglich, denn Löwenzahn und Brennnessel sind jedem bekannt und damit kann man bereits eine wirkliche Nährstofffülle abdecken!

Die Brennnessel

  • ist ein toller Eiweißlieferant, denn sie liefert einen sehr hohen Anteil an pflanzlichem Eiweiß (7,5 Gramm pro 100 Gramm).
  • enthält alle 8 lebensnotwendigen „essentiellen“ Aminosäuren in einer für den Menschen gut geeigneten Zusammensetzung.
  • ist reich an Vitamin A, B-Komplex, C und E und an den Mineralstoffen Eisen, Kalium, Calcium, Magnesium und Silizium.

Der Löwenzahn

ist bekannt für seine Bitterstoffe und wirkt aktivierend auf

  • Galle
  • Nieren
  • Leber und
  • Stoffwechsel

 

Lindenblatt

 

Unter den Baumblättern möchte ich insbesondere die Lindenblätter hervorheben. Sie schmecken sehr mild, stärken das Immunsystem und lindern Erkältungskrankheiten.

 

Ackerschachtelhalm-Limonade

 

Zurück im Vortragsraum wurden wir mit einer wunderbar prickelnden Ackerschachtelhalm-Limonade empfangen und im Anschluss mit einem reichhaltigen Wildkräuter-Buffet verwöhnt.

Mit dabei die Himbeer-Götterspeise

 

Dr. Switzer

 

Überaus erfüllt traten wir den Heimweg an.

Alle Bücher und Veranstaltungstermine zur Wildkräuterwanderung mit Dr. Switzer findest du HIER

 

Wenn du ein tieferes Verständnis über die gesundheitliche Wirkung einer natürlichen Ernährungsweise und der Wildkräuter-Vitalkost nach Dr. Switzer erlangen möchtest – dann informiere dich bei uns!

Ulrike
Für die meisten hört sich „Rohkost“ nach einer gravierenden Veränderung oder extremen Lebensform an. Ich verbinde damit vielmehr einen modernen Lifestyle und lasse mich von der Kreativität der Rohkostküche inspirieren.

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