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Brennnessel – Königin der Wildkräuter

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Die Brennnessel zählt zu den ältesten aller Heilkräuter und verfügt wahrscheinlich über das nährstoffreichste heimische Blattgrün überhaupt. Ganz berechtigt wird sie auch als Königin der Wildkräuter bezeichnet.

Heilwirkungen

blutreinigend + blutbildend + harntreibend + entgiftend

 

Mit ihren Eigenschaften eignet sich die Brennnessel perfekt dazu mit ihr ins Frühjahr zu starten. Sie spült Körper und Nieren durch, wirkt nährend und entschlackend.

Darüber hinaus wird sie empfohlen bei Allergien, Rheuma, Magen- und Darmgeschwüren, Nierengrieß, Leber- und Gallenleiden. 

Nährstoffreichtum

Die Brennnessel ist insbesondere reich an Kalium, Phosphor, Magnesium, Calcium, Eisen und Vitamin C.

Ein Vergleich mit unserem heimischen Kulturgrün macht dies deutlich:

Calcium

Besonders beeindruckend ist der Calciumgehalt und somit ist die Brennnessel sehr hilfreich im Knochen- und Zahnaufbau.

Eisen

Mit ihrem Eisenreichtum unterstützt sie den Sauerstofftransport im Körper, hilft der Immunabwehr und beeinflusst die Herstellung von Hormonen und Botenstoffen.

Das Eisen der Brennnessel kann durch die gleichzeitige Verfügbarkeit von Vitamin C sehr gut von unserem Organismus aufgenommen werden. So hilft die Brennnessel bei Eisenmangel, Müdigkeit und Erschöpfung.

Ebenso interessant ist ihr Gehalt an Beta Carotin, Eiweiß, Chlorophyll, Kieselsäure und Phytoöstrogenen:

Beta Carotin

Beta Carotin ist die Vorstufe von Vitamin A und in der veganen Ernährung sehr wichtig, da Vitamin A ausschließlich in tierischen Produkten vorkommt. Vitamin A fördert insbesondere Augen, Haut und Schleimhäute.

Eiweiß

Die Brennnessel ist ein Top-Eiweißlieferant mit allen essenziellen Aminosäuren in einer für den Menschen günstigen Zusammensetzung. Der Anteil an Eiweiß beträgt 7,4 Gramm/100 Gramm.

Chlorophyll

Chlorophyll ist das Farbpigment, das der Pflanze ihre grüne Farbe verleiht. Es ist der Molekülstruktur des menschlichen Blutfarbstoffes Hämoglobin sehr ähnlich, mit einem Magnesium- statt einem Eisenion im Zentrum und hat somit eine blutbildende Wirkung.

Kieselsäure

Kieselsäure ist eine Verbindung von Silizium und Wasser, also eine wasserlösliche Siliziumverbindung und kann in dieser Form am besten vom Körper aufgenommen werden. Silizium ist nach Zink und Eisen das dritthäufigste Spurenelement im menschlichen Körper und trägt zum Aufbau von Bindegewebe, Knorpel und Knochen bei. Als Hauptelement der knochenbildenden Zellen kann Silizium die Calciumeinlagerung in den Knochen beschleunigen und ist daher maßgeblich an deren Aufbau sowie an Stabilität und Elastizität beteiligt.

Phytoöstrogene

Die Brennnessel regt dank ihres hohen Phytoöstrogengehaltes unser Hormonsystem an und steigert so Vitalität und Kraft, aber auch Liebeslust und Potenz.

Außerdem wirkt sie hormonell regulierend und durch die zusätzliche Anregung der Ausscheidungsorgane auch förderlich auf die Talgdrüsen der Haut.

Die Blätter der Brennnessel sind satt grün, herzförmig, am Rand leicht gezahnt und mit vielen kleinen Brennhaaren übersät. Schon bei leichter Berührung stechen die Haare Gift in die Haut und verursachen Quaddeln mit Brennen. Dieses Gift besteht unter anderem aus Histaminen und Ameisensäure. Relativ unbeschadet lässt sich die Brennnessel anfassen, wenn man sie von unten nach oben und somit in Ausrichtung der Stacheln, überstreicht.

ACHTUNG: Menschen mit einer Histaminintoleranz können beim Verzehr der Wildpflanze mit Kratzen im Hals, Übelkeit, Magen- oder Darmbeschwerden oder Kopfschmerzen reagieren.

Ernte

Brennnessel können von März bis in den Frost hinein geerntet werden. Dafür pflückt man immer nur die obersten 2 bis 3 Blattpaare. Regelmäßig zurückgeschnitten, treiben sie das ganze Jahr über immer wieder frisch aus.

Ab Juli bilden sich im oberen Teil der Pflanze die grünen Samen, die dann im August/September eine bräunliche Farbe annehmen. Das ist ein Zeichen, dass sie reif sind. Die Samen der Brennnessel sind seit alters her als Kräftigungsmittel bekannt. Sie sind besonders reich an Eiweiß, Vitamin A, E und C und enthalten die ungesättigten Fettsäuren Linol- und Linolensäure in einem günstigen Verhältnis.

Es gibt weibliche Samen, sie hängen herab und Samen der männlichen Pflanze, die eher vom Stängel abstehen. Geerntet werden vorzugsweise die weiblichen Samen und das am besten mittags an sonnigen Tagen. Die Samen können frisch oder getrocknet verzehrt werden und schmecken leicht nussig.

Zubereitung als …

Saft und Smoothie

Die bevorzugte Zubereitungsform in der Rohkostküche ist der frisch gepresste Saft , der Smoothie oder die Smoothiebowl.

Brennnesselbonbon

Eine raffinierte Verzehrmöglichkeit ist das Essen eines Brennnesselbonbons gleich beim Spazierengehen in der Natur. Dafür greift man mit den Fingerspitzen ein Brennnesselblatt in Wuchsrichtung am Stil und zupft es ab. Nun streift man ebenso in Wuchsrichtung mit Daumen und Zeigefinger über Blattvorderseite und -rücken, rollt es straff ein und faltet es zu einem Bonbon. Dabei brechen die Brennhaare ab und es kann gegessen werden!

Salat

Für die Verwendung im Salat werden die Brennnesseln mit dem Nudelholz gewalkt, anschließend sehr klein geschnitten und wie Küchenkräuter über einen gemischten Salat gestreut und untergehoben.

Eine weitere Variante ist es, die Brennnesselblätter mit einem Pinsel mit Olivenöl zu bestreichen. Auch dabei werden die Brennhaare gebrochen.

 

Wenn du ein tieferes Verständnis über die gesundheitliche Wirkung einer natürlichen Ernährungsweise erlangen möchtest – dann informiere dich bei uns!

Ulrike
Für die meisten hört sich „Rohkost“ nach einer gravierenden Veränderung oder extremen Lebensform an. Ich verbinde damit vielmehr einen modernen Lifestyle und lasse mich von der Kreativität der Rohkostküche inspirieren.

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