Erste Beikost - roh vegan von Anfang an – Deine Ernährung

Erste Beikost – roh vegan von Anfang an

von Rezepte, Wissen3 Kommentare

Die erste Beikost roh vegan zu gestalten – ist das möglich?

Damit diese neue und spannende Phase für Eltern und Baby vertrauensvoll erfolgen kann, wollen wir in diesem Artikel wichtige Fragen rund um diese Thema  beantworten.

Denn:

Die erste Beikost spielt für die Entwicklung des Verdauungssystems und die Nährstoffversorgung des Babys eine wichtige Rolle.

Wann ist der ideale Zeitpunkt für die Einführung der Beikost?

Am optimalsten ist es, das Baby, wenn möglich, mindestens sechs Monate voll zu stillen. Gestillte Babys sind bestens mit wertvollen Nährstoffen versorgt und eine längere Stilldauer wird sogar mit einem geringeren Risiko chronischer Erkrankungen und mit verbesserten kognitiven Leistungen in Verbindung gebracht.

Das heißt jedoch nicht, dass man eine lange Stillzeit erzwingen sollte. Wichtiger ist es, mit dem Baby zusammen zu erspüren, wann die Zeit zum langsamen Einschleichen der Beikost gekommen ist.

Solange das Baby gedeiht und zufrieden ist, sollte man sich nicht aus der Ruhe bringen lassen. Zeigt es jedoch allmählich ein gesteigertes Interesse an Lebensmitteln, dann wird es Zeit für die erste Beikost. Das Baby wird sich akustisch äußern, mit großen Augen das Familienessen beobachten oder sein älteres Geschwisterkind nachahmen.

Greift das Baby bereits eifrig nach dem Essen, können weiche Gemüse- oder Obststücke in die Hand gegeben werden. In Frage kommen zum Beispiel ein Stückchen Birne, Gurke ohne Schale oder Melone.

Kann das Baby von Anfang an roh-vegan ernährt werden?

Die Überlegung, das Baby von Anfang an roh-vegan zu ernähren, hört sich für die meisten Menschen „extrem“ an  und führt bei jungen Eltern oft zu Verunsicherungen.

Dabei wird meist nicht berücksichtigt, dass mehr und mehr Kinder an Unverträglichkeiten, Übergewicht und Konzentrationsstörungen leiden und viele gesundheitliche Probleme eher mit einer Überversorgung an Eiweiß, Fetten und kurzkettigen Kohlenhydraten sowie einer Unterversorgung mit Mikronährstoffen zusammenhängen.

Dieser Tatsache können wir begegnen, indem wir die pflanzliche Ernährung gut geplant und von Anfang an praktizieren:

Frisches Obst, Gemüse, Nüsse und Samen sind am nährstoffreichsten. Sie verfügen über ein reiches Nährstoffspektrum in seinem natürlichen Verbund und enthalten keine Zusatzstoffe, unterliegen keinem Nährstoffverlust durch Konservierung und entwickeln beim Baby einen natürlichen Geschmackssinn.

Es gilt zu bedenken, dass die Gläschenkost aus Haltbarkeitsgründen immer pasteurisiert ist. Außerdem sollte akribisch auf die Zutatenliste geachtet werden! Babygläschen können bereits künstliche Vitamine, Stärke, Salz, Ascorbinsäure und anderes enthalten.

 

👉  Wenn du dein Wissen über die pflanzliche Ernährung vertiefen und alle körperlichen Zusammenhänge kennenlernen möchtest  – dann informiere dich bei uns!

NEU: Im Ausbildungskonzept das PLUS Modul „Roh vegane Ernährung während Schwangerschaft, Stillzeit, im Säuglings- und Kleinkindalter.

pflanzliche Beikost

Wie kann das Baby mit gesunden Fetten versorgt werden?

Gesunde Fette sind sehr wichtig. Wir empfehlen allerdings im Babyalter noch keine Pflanzenöle, da dies sehr konzentrierte Nahrungsmittel sind.

Besser geeignet sind beispielsweise geschälte Hanfsamen. Sie verfügen über ein sehr gutes Omega-3 : Omega-6-Verhältnis, sind weich und lassen sich prima im Brei verarbeiten. Eine gute Versorgung mit gesättigten Fettsäuren kann mit etwas Kokosmus erfolgen und Avocados verfügen über wertvolle einfach gesättigte Fettsäuren.

Beim Thema Fette empfehlen wir einen toleranten Umgang mit der roh-veganen Ernährung. Dr. Barbara Miller und Dr. Switzer empfehlen aus Erfahrung im Einzelfall kleine Mengen tierischer Fette in Form von Rohmilchbutter von Kühen aus Weidetierhaltung in die Ernährung zu integrieren. Hochwertige tierische Fette können die Nährstoffassimilation erhöhen und die wertvollen Omega-3-Fette DHA und EPA liefern.

Wie kann der Eisenbedarf gedeckt werden?

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung und die meisten Kinderärzte empfehlen ab dem 7. Monat das Zufüttern von Fleisch. Der Grund liegt in der ausreichenden Versorgung mit Eisen.

Eisen kann jedoch sehr gut auch aus Gemüse, insbesondere Blattgrün und milden Wildkräutern, bezogen werden. In Kombination mit Vitamin-C-haltigem Obst kann zusätzlich die Bioverfügbarkeit um das 3-4-fache erhöht werden.

Zur optimalen Nährstoffversorgung siehe auch

Roh vegane Schwangerschaft – das solltest du unbedingt beachten!

Erste Babybrei-Rezepte

Für die Zubereitung des Babybreis sind Lebensmittel aus kontrolliert biologischem Anbau die beste Wahl. Hier ist die Schadstoffbelastung wesentlich geringer als bei konventionell angebautem Obst und Gemüse.

Weiches Obst und Gemüse kann mit der Gabel zerdrückt werden, alles andere kann püriert oder in einem kleinen Personal Blender gemixt werden. Damit die Temperatur angenehm ist, kann der Brei im Wasserbad auf bis zu 40 Grad erwärmt werden.

 

Baby-Smoothie-Bowl

Baby Smoothiebowl

Rezeptideen:  Spinat, Banane , Apfel I  Spinat, Avocado, Mango  I  Vogelmiere, Avocado, Apfel  I  Feldsalat, Banane, Orange  I  Brennnessel, Banane, Birne  I

Für die Zubereitung eignet sich ein Personal Blender oder ein Pürierstab.

 

Es ratsam, das Baby nicht von Anfang an zu sehr an Süßes zu gewöhnen und besser den Schwerpunkt auf Gemüse, insbesondere Blattgrün, zu richten.

 

Leckere Pflanzenmilch-Rezepte

Mandelmilch

1 EL Mandelmus mit 250 ml Wasser im Mixer zu Milch verarbeiten.

Hanfmilch

50 g geschälte Hanfsamen, 500 ml Wasser, 1 Dattel Im Mixer pürieren.

 

Weitere Milchrezepte findest du HIER: Pflanzenmilch im Vergleich

Sojamilch

Für die Ernährung des Säuglings ist die Sojamilch nicht geeignet, da Sojamilch Allergien begünstigen kann.

Sojabohnen enthalten eine erhebliche Menge Enzymhemmer wie Trypsin-Inhibitoren und Phytinsäuren, welche die Eiweißverdaulichkeit reduzieren und zudem die Absorption der Mineralstoffe Kalzium, Magnesium, Kupfer, Eisen und Zink blockieren. Ca. 40 Prozent der westlichen Bevölkerung zeigen auf Sojaprodukte allergische Reaktionen.

 

Der Milch-Getreide-Brei

Die DGE empfiehlt im zweiten Schritt einen Milch-Getreide-Brei.

Milch-Getreide-Brei

 Haferbrei

  • 50 g Haferflocken
  • 50 ml Pflanzenmilch
  • 1/2 Apfel und 1/4 TL Zimt

Hafer über Nacht in Pflanzenmilch einweichen. Morgens mit etwas Apfel und Zimt pürieren.

 

Im Weiteren können leckere kindgerechte Breivarianten mit Buchweizen oder Maroniflocken zubereitet werden.

Die Babys werden die natürlichen Geschmäcker der frischen bunten Breie lieben!

Der Obst-Brei

Im drittten Schritt wird ein Obst-Brei beziehungsweise ein Getreide-Obst-Brei (für hungrige Babys) empfohlen.

Baby-Obst-Brei

Apfel-Zimt-Brei

  • 1 Apfel
  • optional 1 EL Hanfsamen
  • 1/4 TL Zimt

Alle Zutaten im Personal Blender pürieren.

Fazit

Aktuell gibt es zur veganen Ernährung von Kindern häufig noch Bedenken. Diese können berechtigt sein, wenn Fehler gemacht werden  – fallen doch Weißmehlprodukte, Süßigkeiten und Süßgetränke auch unter die Sparte vegan.

Deshalb ist eine Ernährung mit einem hohen rohköstlichen Anteil die zweifellos beste Wahl, damit unsere Kinder von einer natürlichen Nährstofffülle profitieren können.

Auf eine aktuelle wissenschaftliche Studie verweist der Artikel „Vegane Kinderernährung ist ohne Mängel möglich“ der Albert-Schweizer-Stiftung.

 

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NEU: Im Ausbildungskonzept das PLUS Modul „Roh vegane Ernährung während Schwangerschaft, Stillzeit, im Säuglings- und Kleinkindalter.

Ulrike
Für die meisten hört sich „Rohkost“ nach einer gravierenden Veränderung oder extremen Lebensform an. Ich verbinde damit vielmehr einen modernen Lifestyle und lasse mich von der Kreativität der Rohkostküche inspirieren.

Kommentare

3 Kommentare

  1. Mandy

    Tolles Tipps, danke!!!!

    Antworten
  2. Josi

    Danke danke!! Ich war erst unsicher, weil jeder sagt ich soll das Gemüse kochen, aber ich werde jedes eurer Rezepte ausprobieren und bin sicher, ein hoher Rohkost Anteil ist die richtige Wahl!

    Antworten

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