Die Neun-Kräuter-Suppe

Die Neun-Kräuter-Suppe bietet uns jedes Jahr zu Frühlingsbeginn die Gelegenheit den Start in die Wildkräutersaison zu zelebrieren. Die Tage werden länger, die Vögel zwitschern am Morgen, warme Sonnenstrahlen machen uns glücklich und die ersten Kräuterlein sprießen. Eine erlebbare Kraft, die wir auch für eine innere Reinigung und Aktivierung unseres Stoffwechselsystems nutzen können.

Aus Überlieferungen können wir entnehmen, dass schon die Kelten und Germanen sich die wertvolle Kraft des Frühlings in einer Neun-Kräuter-Suppe einverleibten und auch der Naturforscher Alexander von Humboldt schwor auf die entschlackende und erneuernde Wirkung der ersten Frühlingskräuter.

Dem Volksglauben nach soll der Verzehr der Kräutersuppe uns das folgende Jahr vor Krankheiten bewahren und so wird die Neun-Kräutersuppe auch heutzutage noch mancherorts traditionell als Gründonnerstagssuppe am Donnerstag vor Ostern gegessen.

 

 

Erste Frühlingskräuter

Das Sammeln der ersten Frühlingskräuter kann zu einem unvergesslichen Erlebnis werden. Die Suche nach den zarten Kräuterspitzchen lässt uns der Natur nahe kommen und es ist geradezu manchmal überraschend, was es bei genauem Hinschauen alles zu entdecken gibt.

So ist nämlich oft auf den ersten Blick noch gar nichts zu finden und erst durch das längere Verweilen an einem Fleck erkennen wir die verschiedenen kleinen Blättchen, die frisch der Erde entsprossen sind.

Etwas Ausdauer ist tatsächlich gefragt, denn wie der Name „Neun-Kräuter-Suppe“ schon aussagt, müssen neun verschiedene Kräuter gefunden werden.

 

 

Hier sehen wir oben in der Mitte beginnend und im Uhrzeigersinn:

Scharbockskraut, Wiesenlabkraut, Taubnessel, Spitzwegerich, Gänseblümchen, Löwenzahn, Brennnessel, Giersch, Vogelmiere.

Achtung: Das Scharbockskraut ist außerordentlich Vitamin C-reich, sollte jedoch nur in kleinen Mengen und ab dem Zeitpunkt der Blüte nicht mehr gegessen werden. Dann steigt nämlich der Gehalt an Protosanemonin an, ein Inhaltsstoff, der Magen-, Darm und Nierenreizungen hervorrufen kann.

Stattdessen findest du vielleicht die Knoblauchsrauke, die Schafgarbe, den Gundermann oder den Bärlauch.

 

 

Geballte Nährstoffdichte in einem Körbchen

Die grünen Blätter und Blüten der Wildpflanzen sind wahre Energiepakete und enthalten ein Vielfaches an Nährstoffen im Vergleich zu unseren Kulturpflanzen. Sie setzen sich in der freien Natur durch und bilden dabei viele wertvolle Inhaltsstoffe wie sekundäre Pflanzenstoffe, Chlorophyll, Bitterstoffe, Vitamine und Mineralstoffe.

Darüber hinaus haben gerade die ersten Frühlingskräuter besonders entschlackende und blutreinigende Wirkung.

Rohköstliche Neun-Kräuter-Suppe

Wir freuen uns ganz besonders eine rohköstliche Neun-Kräutersuppe vorstellen zu können. Sie enthält eine überwältigende Fülle an Nährstoffen und schmeckt wunderbar.

Das Besondere: Die Wildkräuter werden nicht gemixt, sie werden achtsam klein geschnitten und untergerührt!

Als Basis bereiten wir eine Kohlrabi-Gurken-Suppe. Das Rezept ist in Anlehnung an ein Rezept aus dem Buch „My Little Green Kitchen“ von Syl Gervais entstanden.

Neun-Kräuter-Suppe


ZUTATEN

für 4 Portionen

  • 1 großer Kohlrabi
  • 1 Gurke
  • 500 ml Wasser
  • 2 EL Mandelmus
  • 1 Prise Salz
  • 1 Prise Muskatnuss
  • frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

ZUBEREITUNG

  • Je 3/4 von Kohlrabi (geschält) und Gurke in den Mixer geben, Mandelmus und Wasser hinzufügen und pürieren.
  • Mit Salz, Muskatnuss und Pfeffer abschmecken.
  • Das restliche 1/4 von Kohlrabi und Gurke ganz fein und klein schneiden und unterheben.
  • Neun verschiedene Frühlingskräuter sehr klein schneiden, in die Suppe geben, unterrühren und servieren.

 

Ja, wenn das kein perfekter Einstieg ins Wildkräuterjahr ist  ♡  so lecker und so nährstoffreich ♡ wer Gefallen findet, kann sich dieses Süppchen natürlich mehrmals zubereiten, nicht nur am Gründonnerstag 😉

Wir wünschen ganz viel Freude beim Sammeln und Genießen!

 

Wenn du ein tieferes Verständnis über die gesundheitliche Wirkung einer natürlichen Ernährungsweise erlangen möchtest – dann informiere dich bei uns – JETZT mit Vertiefung „Essbare Wildkräuter – Pflanzenkunde und alltagstaugliche Rezepte“

Ernährungsberaterausbildung roh-vegan

Ulrike
Für die meisten hört sich „Rohkost“ nach einer gravierenden Veränderung oder extremen Lebensform an. Ich verbinde damit vielmehr einen modernen Lifestyle und lasse mich von der Kreativität der Rohkostküche inspirieren.

Kommentare

10 Kommentare

  1. Petra

    Tolles rezept, klingt gut. Werde ich gleich morgen testen..

    Antworten
    • Ulrike Eder

      Schreib uns gerne, wie es dir geschmeckt hat ♡ LG Ulrike

      Antworten
  2. ursula ott

    das sieht so wunderschön aus ,ja das Auge isst ja auch mit .muss ich unbedingt machen .was gibt es leckeres und gesünderes, als Kräuter in einer sauberen Natur soweit es geht

    Antworten
    • Ulrike Eder

      Liebe Ursula,

      ja unbedingt ausprobieren 🙂 schmeckt verblüffend lecker!

      Liebe Grüße Ulrike

      Antworten
  3. Gisela

    Wo bekomme ich die Wildkräuter? Das scheint mir eher ein Problem zu sein?

    Antworten
    • Ulrike Eder

      Liebe Gisela, das ist gar kein Problem. Die Wildkräuter schießen jetzt explosionsartig aus der Erde. Mit ein wenig Geduld kannst du die kleinen Spitzchen von Löwenzahn, Gänseblümchen, Giersch und Co. alle auf einem Quadratmeter entdecken. Am Anfang müssen es ja nicht gleich neuen verschiedene sein. Du kannst ja auch mit drei Wildkräutern beginnen und dieses jedes Jahr um ein paar ausweiten 😉 Ich wünsche dir viel Erfolg 🌱 🌿 💚 LG Ulrike

      Antworten
  4. Bettina

    Tolles Rezept – da werden wir gleich mal suchen gehen! Bin gespannt 🙂

    Antworten
    • Ulrike Eder

      Liebe Bettina,
      danke für dein Feedback und gutes Gelingen!
      Herzliche Grüße
      Ulrike

      Antworten
  5. Margret Kugelmann

    Ich habe sie alle im Garten. Das vereinfacht die Sache natürlich. Ich gehe fast jeden Morgen mit meinem Körbchen rum und sammle mir mein Frühstück zusammen. Das Scharbockskraut steht bei uns leider schon in voller ‚Blüte. Aber kann ich diejenigen verwenden, die gar nicht blühen, weshalb auch immer, zu viel Schatten …. oder so?

    Antworten
    • Ulrike Eder

      Liebe Margret,
      wenn das Scharbockskraut blüht, würde ich es nicht mehr verzehren. Während der Blütezeit steigt der Gehalt an Protoanemoin an, es ist ein Toxin, welches alle Hahnenfußgewächse enthalten. Es kann Schleimhautereizungen hervorrufen.
      Liebe Grüße
      Ulrike

      Antworten

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