Braunhirsemehl gekeimt

Braunhirse gilt als das älteste Brotbackgetreide der Welt und ist in vielen asiatischen und afrikanischen Ländern ein wichtiges Grundnahrungsmittel. In den letzten Jahren gewinnt die Braunhirse auch in Europa wieder mehr Beachtung, da ihre gesundheitlichen Vorteile immer bekannter werden. Eine besonders nährstoffreiche Form dieses Getreides ist gekeimtes Braunhirsemehl.

Das Nährstoffspektrum vom Braunhirse

Braunhirse ist reich Eisen, Magnesium, Phospor,  Zink, Kupfer, Mangan und Silizium und gilt damit als herausragender Mineralstofflieferant.  Besonders hervorzuheben sind sein Gehalt an Silizium und die in Braunhirse enthaltenen B-Vitamine, insbesondere Biotin (Vitamin B7), welche für die Gesundheit von Bindegewebe, Knochen, Zähne, Haut, Haaren und Nägeln von großer Bedeutung sind.

Braunhirsemehl gekeimt

Um die optimale Aufnahme des Nährstoffspektrums von Braunhirse zu gewährleisten, empfehlen wir das Getreide zu keimen. Dabei werden Enzyme aktiviert, die die komplexe Struktur der Mineralstoffverbindungen aufbrechen und so die Aufnahme der Nährstoffe im Körper erleichtern können.

Darüber hinaus kann der Keimungsprozess auch dazu beitragen, potenzielle hemmende Faktoren wie Phytinsäure zu reduzieren. Phytinsäure ist eine Verbindung, die in den äußeren Schichten von Getreide vorkommt und Mineralstoffe wie Eisen und Silizium binden und dessen Aufnahme beeinträchtigen könnten. Durch den Abbau von Phytinsäure während des Keimungsprozesses wird die Bioverfügbarkeit dieser Mineralstoffe erhöht, wodurch die Braunhirse in ihrer gekeimten Form als basenbildend eingestuft wird.

Braunhirsemehl gekeimt


ZUBEREITUNG

  • Wähle qualitativ hochwertige Braunhirsesamen, idealerweise Bio-Qualität, um sicherzustellen, dass sie über einen optimalen Nährstoffgehalt und eine gute Keimfähigkeit verfügen.
  • Die Braunhirsekörner über Nacht gut bedeckt mit Wasser einweichen, um die äußere Schicht aufzuweichen und den Keimprozess zu starten.
  • Der Keimprozess dauert in der Regel 2-3 Tage. Die Körner zweimal täglich spülen und im Keimglas abtropfen lassen.
  • Wenn sich Spitzchen bzw. Keimlinge gebildet haben, können die Braunhirsekörner auf verschiedene Weise getrocknet werden, z. B. bei bis zu 42 Grad im Dörrgerät, auf einer warmen Heizung oder im Sommer je nach Temperatur in der Sonne oder im Schatten.
  • Die Körner müssen vollständig trocken sein, um sie aufbewahren zu können.
  • Es ist sinnvoll, die Keimlinge vor Gebrauch zu mahlen, das sie als ganzes Korn nicht oxidieren und länger haltbar bleiben.

Hinweis:

Die optimale Dosierung von Braunhirsemehl beträgt ein bis drei Esslöffel pro Tag.

Braunhirse keimen
Braunhirse gekeimt

Unterschied Braunhirse – Goldhirse

Goldhirse und Braunhirse stammen aus unterschiedlichen Sorten der Rispenhirse und unterscheiden sich jedoch in Farbe, Nährstoffgehalt und Verwendung.

Farbe

Wie die Namen sehr deutlich erkennen lassen, hat Goldhirse eine hellere, goldene Farbe und Braunhirse eine dunklere, die von braun bis dunkelbraun reichen kann.

Nährstoffgehalt

Beide Sorten sind bekannt für ihren hohen Nährstoffgehalt, insbesondere an Mineralstoffen wie Eisen, Magnesium und Silizium. Signifikant groß ist der Unterschied im Siliziumgehalt. Während Goldhirse fast ausschließlich geschält weiterverarbeitet wird, lässt sich die siliziumreiche Außenhaut der Braunhirse nicht entfernen, mit dem Vorteil, dass die Braunhirse dadurch sehr reich an Silizium ist.

In 100 Gramm Braunhirse stecken etwa 500 Milligramm Silizium, die Goldhirse enthält nur circa 0,4 Milligramm pro 100 Gramm.

Verwendungszweck

Goldhirse wird ähnlich wie Reis gekocht und kann beispielsweise mit Gemüse oder auch als Süßspeise gegessen werden.

Die Braunhirse dagegen kann roh verzehrt werden: Um den Nährstoffreichtum der Braunhirse zu optimieren, empfehlen wir die Keimung und die Verarbeitung zu Mehl. In dieser Form empfiehlt es sich, ein bis drei Esslöffel pro Tag zu verzehren.

Braunhirsemehl gekeimt

Roh-vegane Braunhirse-Mohn-Stangen

Unsere roh-veganen Braunhirse-Mohn-Stangen sind wahre Mineralstofflieferanten.

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Tipp:

Weitere Informationen über Silizium findest du   >> HIER

 

Wir freuen uns sehr über deine Erfahrungen mit der Braunhirse in den Kommentaren.

 

 

Wenn du ein tieferes Verständnis über die gesundheitliche Wirkung einer natürlichen Ernährungsweise erlangen möchtest – dann informiere dich bei uns!

Ernährungsberaterausbildung roh-vegan

Ulrike Eder
Ulrike ist Heilpraktikerin (psych.), Ernährungsberaterin, Hippocrates Lifestyle Medicine Coach und Phytotherapeutin. Zusammen mit ihrem Mann Jürgen leitet sie die Ernährungsberater-Fernausbildung der Deine Ernährung Akademie.

Kommentare

2 Kommentare

  1. Angie Salih

    leider fehlt das Rezept für die Braunhirse Mohnstangen….

    Antworten

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