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Das Langzeit Basenbad

von Wissen15 Kommentare

Die Faszination für das Basenbad begann mit dem Buch „Natürliches Entgiften“ von Alexandra Stross. Vollkommen einleuchtend ist ihre Aussage:

Wenn etwas voll ist, sollte man nichts hineingeben.“

 

Dieser Satz wird zu einem Aha-Erlebnis, für jeden der genauer darüber nachdenkt. Gerade, wenn man das Bedürfnis nach Entschlacken oder Entgiften hat oder aufgrund gesundheitlicher Beschwerden nach Lösungen sucht, gibt es nichts Befreienderes wie „Loslassen“.

Körpersymptome wie zum Beispiel Schleimbildung, Durchfall oder Fieber stellen Reinigungs- und Ausscheidungsprozesse des Körpers dar und rufen nach Entlastung. Bei jeglichem Unwohlsein wird uns jedoch die Einnahme von Substanzen empfohlen. Wir geben also noch etwas dazu, obwohl wir unserem Körper vielleicht bereits zu viel zugemutet haben.

Wer seinen Körper entsäuern möchte, ist auch mit der Einnahme von Basenpulver nicht gut beraten. Ein gute Verdauung beginnt mit einer starken Magensäure! Wenn basische Pulver im Magen landen, neutralisieren sie die Magensäure. Dies beeinträchtigt die Eiweißverdauung und es kann zu erheblichen Problemen beim Nahrungsaufschluss und der weitern Verdauung im Dünndarm kommen.

Geschichtlicher Hintergrund der Basenbäder

Basenbäder haben eine lange Tradition. Schon in alten Hochkulturen war ihre positive Wirkung auf den Körper bekannt. Das Baden in bestimmten heiligen Quellen gehörte zur Kultur der Kelten und Germanen und sorgte für ihre Widerstandsfähigkeit.

Die Bäder waren so wirksam, dass in Europa nur ein einziges Wort für den Arzt, Mediziner, den Heiler gebraucht wurde. Dieses Wort war „Bader“. Der Bader war derjenige, der die Zusammensetzung und den Badeplan nach Befinden und Krankheitserscheinungen der Patienten bestimmte. Er genoss in den heidnischen Kulturen ein sehr hohes Ansehen und seine Kompetenz war außer Frage. Basenbäder galten als Schlüssel für Gesundheit und als Mittel zur Verjüngung. Sie sind leider außer Mode geraten, abgelöst durch die tägliche Dusche.

Wie wirken Basenbäder?

Das Basenbad hat insbesondere einen positiven Effekt auf den Säure-Basen-Haushalt. Im Gewebe eingelagerten Schlackenstoffe und Säuren in den Hautporen werden mit Hilfe des Osmose-Prinzips über die Haut ausgeleitet.

Osmose ist das Gesetz des Ausgleichs: Wenn der pH-Wert auf zwei Seiten einer durchlässigen Membran stark unterschiedlich ist, dann kommt es zum Ausgleich der pH-Werte. Vereinfacht können wir uns das folgendermaßen vorstellen: Das Basenwasser mit einem pH-Wert von 8,5 trifft auf die saure Haut mit einem pH-Wert von circa 6. Aufgrund des Ausgleichsbestrebens entsteht eine Sogwirkung mit deren Hilfe das basische Wasser in der Haut liegende Säuren herauszieht. Die neutralisierten Salze sind nach dem Basenbad als Schmutzablagerungen am Badewannenrand zu finden.

Was ist beim Basenbad zu beachten?

Basenbäder können ohne hohen Kostenaufwand von jedem zu Hause durchgeführt werden. Je nach Wasserqualität gibt man in eine volle Badewanne drei bis vier Esslöffel eines basischen Badesalzes. Der pH-Wert muss über 8 sein, nur dann funktioniert die Osmose.

Es ist zu beachten, dass der Osmose-Effekt während einem Basenbad erst nach einer Badedauer von 30 – 45 Minuten beginnt, weshalb für ein Basenbad unbedingt eine längere Badedauer eingeplant werden sollte.

Wichtig ist zudem die richtige Badetemperatur. Diese sollte nicht wärmer als 38 Grad sein. Wenn die Wassertemperatur deutlich höher ist als der Körpertemperatur, müssen die Teilchen energetisch aufwärts transportiert werden. Besonders gut entschlackt man, wenn die Teilchen energetisch abwärts rutschen können.

Was bewirken Basenbäder?

Je länger man badet, um so mehr scheidet man aus und um so tiefere Gewebeschichten werden entsäuert. Zunächst werden Säuren nur im Unterhautfettgewebe gelöst, mit einem mehrstündigen Bad kann man sogar die Organe entgiften. Bürstenmassagen steigern zusätzlich die Effektivität, da durch die vermehrte Durchblutung die Mobilisierung beschleunigt wird.

  • Die schnell sicht- bzw. spürbare Wirkung von einem Basenbad ist eine weiche Haut.
  • Zusätzlich hat das Basenbad eine geruchsreduzierende Wirkung. Ist das Milieu der Haut sauer, fühlen sich dort geruchsbildende Bakterien besonders wohl und vermehren sich.
  • Besonders empfehlenswert ist es, wenn man infolge sportlicher Belastung mit einem Muskelkater rechnet. Auch bei Wunden, Ausschlägen oder Hautkrankheiten, wie Neurodermitis oder Schuppenflechte, wird durch das Salz die Heilung beschleunigt. Allerdings kann es beim ersten Kontakt brennen.
  • Auch Hitzewallungen in den Wechseljahren können mit Basenbädern gelindert werden! War es der Körper lange gewohnt über die Regelblutung zu entgiften, sucht er nun über das Schwitzen neue Ausscheidungswege. Basenbäder können diesen Prozess deutlich unterstützen.
  • Basenbäder mit begleitenden Bürstenmassagen sind sehr wirkungsvoll gegen Cellulite .

Wie oft ist ein Basenbad sinnvoll?

Hier gilt: Je öfter die Durchführung, umso größer die Wirkung. Wer keinerlei Beschwerden hat, kann nach Belieben „Basenbaden“. Wer unter körperlichen Problemen leidet, sollte öfter baden, sich jedoch sensibel herantasten. Dies kann ein- bis dreimal die Woche oder täglich, je nach Wirkung und Verträglichkeit, erfolgen.

Grundsätzlich kann man es nicht übertreiben. Jedes Bad hat erneut eine entschlackende Wirkung.

Das Langzeit-Basenbad

Wer eine umfassende Körperentgiftung anstrebt, sollte Langzeit-Basenbäder durchführen. 

So einfach geht’s:

Für eine Badewanne benötigst du

  • 4 – 6 EL Badesalz zum Beispiel von Peter Jentschura, E & M Die Base, Elio Hackner Cosmetics oder als günstige Alternative Pure Baking Soda,
  • pH-Streifen oder pH-Messgerät und

  • ein Wasser-Thermometer.

Ideal ist eine Wassertemperatur zwischen 36 – 38 Grad. Wenn die Temperatur sinkt, warmes Wasser nachlassen, pH-Wert überprüfen und Badesalz zugeben. Nach dem Baden den Körper mit einen Badetuch abreiben nicht duschen.

Ein langsames Herantasten ist sinnvoll:

Es empfiehlt sich mit einer Stunde zu beginnen und diese pro Bad um zwei Stunden zu verlängern.

  1. Basenbad 1 Stunde
  2. Basenbad 3 Stunden
  3. Basenbad 5 Stunden
  4. Basenbad 7 Stunden

Jedes Bad wirkt wunderbar entschlackend, die Haut wird von Mal zu Mal feiner. Wer mit Kopfweh oder körperlicher Unruhe reagiert, kann davon ausgehen, dass einiges mehr in Bewegung gesetzt wurde, wie der Körper loswerden konnte.

Ein wertvoller Tipp von Florian Sauer: Die Einnahme von Kassia fistula nach dem Basenbad. Die Kassia fistula bewirkt, dass sich ca. nach 6 Stunden der Darm entleert. Dies unterstützt den Körper bei der Ausscheidung. Da ein Langzeitbad tiefer wirkt, kommt es auch in den Organen und Geweben zu einer Entgiftung. Und alles was sich nicht über die Haut verabschiedet werden kann, freut sich über andere Kanäle wie Blase und Darm.

Tipps:

  • Als Basenpulver eignet sich eine Mischung aus Jenschura Meine Base mit Pure Baking Soda .
  • Platziere ein Thermometer, die pH-Messstreifen, mein Laptop, ein kleines Handtuch und einen Massagehandschuh in Reichweite.
  • Reibe dich ungefähr jede halbe Stunde am ganzen Körper mit dem Massagehandschuh kräftig ab. Dafür kann auch eine Körperbürste zum Einsatz kommen.
  • Eine gute Badezeit ist abends ab 19:00 Uhr – 2:00 Uhr. Um 2:00 Uhr ist ein relativ sanfter Übergang zur Nachtruhe im Bett möglich.

Weitere Infos:

  • DVD „Basische Bäder | Schwermetallausleitung, Verjüngung, Entgiftung“ von Weiland Wissen bestens empfehlen.
  • Immer auf der Suche nach neuen Lösungen hat Gesundheitslehrer Florian Sauer Langzeit-Basenbäder zur Unterstützung von Schwermetallausleitungen insbesondere bei Amalgambelastung in sein Programm mit aufgenommen. In Haselbach im Thüringer Wald bietet er Langzeit – Basenbadenächte in einer großen Jurte an. Mit dem Ziel einer umfassenden Ausleitung wird das Basenbad durch eine Vorbereitungswoche und unter Einbeziehung von Knoblauch, Zwiebel, Bärlauch, Koriander und die Chlorellaalge ergänzt. Eine gute Option, für alle, die das Basenbaden mit Unterstützung von Gleichgesinnten erleben wollen.

Wenn du dich für die Geschichte das Badens, dann kannst du das HIER ausführlich nachlesen.

 

Wenn du ein tieferes Verständnis über die gesundheitliche Wirkung einer natürlichen Ernährungsweise erlangen möchtest – dann informiere dich bei uns!

Ulrike
Für die meisten hört sich „Rohkost“ nach einer gravierenden Veränderung oder extremen Lebensform an. Ich verbinde damit vielmehr einen modernen Lifestyle und lasse mich von der Kreativität der Rohkostküche inspirieren.

Kommentare

15 Kommentare

  1. Max

    Sehr guter Beitrag, danke!!!

    Antworten
  2. Barbara

    Vielen Dank für diesen Bericht und die guten Informationen. Klasse, wenn Menschen ihr Wissen teilen! Ich hatte immer wieder heftige Gliederschmerzen, es fühlte sich so an, wie wenn alle Knochen in Mitleidenschaft gezogen wären, wie bei einer heftigen Grippe. Mein ganzheitlich arbeitender Arzt empfahl mir Basenbäder und bin natürlich dankbar über solch kompetente Ratschläge, wie du sie weitergibst.

    Antworten
    • Ulrike Eder

      Gerne, das freut mich wenn es dir weiterhilft. Zusätzlich kann ich dir Fußbäder mit Magnesiumchlorid empfehlen. Glg Ulrike

      Antworten
  3. Yvonne

    Ich bade überhaupt nicht gern.
    Egal ob am See oder Meer (noch das Beste!), Im Schwimmbad (mag ich gar nicht) oder in der Badewanne. Ich kann es nicht leiden!
    Daher kann ich mir kaum vorstellen, wie es ist 5 Stunden im Wasser liegen zu wollen.
    Fußbäder könnte ich mir vorstellen!

    Antworten
    • Ulrike Eder

      Fußbäder sind auch sehr wirkungsvoll, besonders entspannen sind Füßbäder mit Magnesiumchlorid, ca. 200 g auf 5 Liter Wasser 😉 liebe Grüße Ulrike

      Antworten
  4. Christiane

    Hallo liebe Ulrike, hast du eine Buchempfehlung zu basischen Langzeitbädern um sich tiefer damit beschäftigen zu können. LG Christiane

    Antworten
  5. Peter

    Statt Natron nehme ich Waschsoda als Basenbad. Ich nehme 100 g Waschsoda auf eine Badewanne voll mit Wasser. Dadurch erreiche ich einen optimalen PH-Wert von 10,5-11! Maximal erreichbar sind mit Waschsoda eh nur PH 11! Das haelt unsere Haut sehr gut aus. Bleibe dann 2-3 Stunden drin und erwaerme das Wasser zwischendurch mit kochendem Wasser aus dem Wasserkocher. Die Haut fuehlt sich hervorragend an. Nichts juckt oder ist geroetet. Man bekommt starken Durst und sollte viel dabei trinken. Es macht sehr muede. Ich schlafe direkt danach! Habe das jetzt 3 Tage hintereinander gemacht und mache es noch 2 weitere Tage. Dazu ernaehre ich mich nur mit Obst.

    Antworten
    • Ulrike Eder

      Hallo Peter,
      danke für die MItteilung deiner Erfahrungen ♡ LG Ulrike

      Antworten
      • Peter

        Gerne Ulrike, zur Zeit mache ich tägliche Fußbäder ca 2-3 Stunden lang und nehme dazu 2 EL Waschsoda auf 10 l Wasser. Fühlt sich sehr gut an. Die Haut wird super weich und zart.

        Antworten
  6. Manuela

    Hallo Ulrike !
    Ich habe eine Herzinsuffizienz meinst du das ich das auch machen kann ?Zumindest 2-3Stunden und natürlich nicht zu heiß .

    Antworten
    • Ulrike Eder

      Hallo Manuela, ich empfehle dir, dich langsam heranzutasten und ja, nicht zu heiß – die Wirkung ist sogar in einem Bad unter 38 Grad besser (siehe Artikel) ♡
      LG Ulrike

      Antworten
  7. Serena

    Hallo,

    danke für den Bericht. Ich habe festgestellt, dass ich deutlich weniger Hunger habe, wenn ich mal so drei Tage ein solches Bad durchführe und denke, dies könnte ein gutes Zeichen sein.
    Mein Wasser geht allerdings unter 36 Grad, da unsere Boiler im Mietshaus nicht mehr hergeben. Aber trotzdem glaube ich, einen Nutzen zu haben.
    Für den Hinweis auf die eingeschränkten Nutzen von Basentabletten danke, finde ihn relativ alarmierend und wüsste gerne mehr. Gibt es da einen Link?

    VG Serena

    Antworten

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