Marzipankartoffeln sind ein traditioneller Genuss, der in der Winterzeit und besonders zu Weihnachten nicht fehlen darf. Ursprünglich besteht das klassische Rezept aus einer Mischung von feinem Mandelmehl, Puderzucker und Rosenwasser. Diese Kombination verleiht den kleinen Pralinen ihren typischen Marzipangeschmack und ihre weiche, aromatische Textur.
Unser Rezept greift die traditionelle Basis auf: Durch die Zugabe von bitteren Aprikosenkernen wird der Marzipangeschmack intensiviert und erhält eine außergewöhnlich feine Nuance. Die kleinen Kugeln werden anschließend in Kakaopulver gewälzt, was ihnen nicht nur die typische „Kartoffeloptik“, sondern auch einen angenehm herben Kontrast zur Süße gibt.
Mit diesem Rezept kannst du die traditionellen Marzipankartoffeln ganz einfach selbst herstellen – frei von künstlichen Zusatzstoffen und mit einer Extraportion Genuss.
Marzipankartoffeln
ZUTATEN
für 25 – 30 Stück
- 200 g Mandeln geschält
- 10 bittere Aprikosenkerne
- 1 EL Rosenwasser
- 1 EL Honig
- Kakaopulver (zum Wälzen)
ZUBEREITUNG
- Die geschälten Mandeln und bitteren Aprikosenkerne in einem Hochleistungsmixer oder einer Küchenmaschine fein zu Mehl verarbeiten. Achte darauf, dass keine Stückchen mehr übrig bleiben.
- Das Mandel-Aprikosenkern-Mehl mit Rosenwasser und Honig in eine Schüssel geben und gründlich zu einem glatten, homogenen Teig verkneten.
- Aus dem Teig kleine Kugeln formen.
- Die Kugeln in Kakaopulver wälzen, bis sie rundum gleichmäßig bedeckt sind.
- Die fertigen Marzipankartoffeln in einem luftdichten Behälter kühl lagern. Sie halten sich im Kühlschrank mindestens 2 Wochen.
Tipp: Wer den Geschmack noch variieren möchte, kann das Kakaopulver mit einer Prise Zimt oder etwas Vanillepulver verfeinern.
Marzipankartoffeln mit Bittermandel-Note
Selbst gemachte Marzipankartoffeln sind also nicht nur eine köstliche Nascherei, sondern bieten auch einen Hauch von Gesundheit. Die bitteren Aprikosenkerne intensivieren den typischen Marzipangeschmack und machen diese Pralinen zu etwas ganz Besonderem. Doch sie sind nicht nur geschmacklich interessant, sondern haben auch gesundheitliche Vorteile: Bittere Aprikosenkerne enthalten eine Vielzahl von Nährstoffen, darunter Vitamin B17 (Amygdalin), dem eine unterstützende Wirkung auf die Selbstheilungskräfte des Körpers nachgesagt wird. In kleinen Mengen können sie zur Stärkung des Immunsystems beitragen.
Beachte: Infolge der intensiven Wirkung bitterer Aprikosenkerne, sollten pro Tag nicht mehr als 1–2 Marzipankartoffeln zu verzehrt werden.
Wenn du ein tieferes Verständnis über die gesundheitliche Wirkung einer natürlichen Ernährungsweise erlangen möchtest – dann informiere dich bei uns!



Liebe Ulrike,
ich folge eurem Newsletter und der Website schon länger und finde eure Arbeit fantastisch. Viele der Rezepte sind super geeignet, um auch Menschen an das Thema Rohkost heran zu führen, die damit bisher wenig Berührungspunkte hatten.
Gerade auch unsere Kinder lieben überraschend oft die rohköstlichen Gerichte.
Bei diesem Rezept musste ich allerdings schlucken!
Ihr weiß zwar darauf hin, dass Amygdalin eine „starke Wirkung“ hat. Ich finde man darf schon benennen, dass es sich bei diesem Stoff ausdrücklich um kein Vitamin handelt und dieser vom Körper in Blausäure umgewandelt wird. Diese ist bereits in geringen Dosen hochgiftig. Laut Bundesinstitut für Risikobewertung sollten Kinder vollständig auf den Verzehr verzichten und für Erwachsene gelten strenge Höchstmengen.
Leider sind auch diese nicht risikofrei. Gerade bei Online-Händlern, wie von euch verlinkt, die diese Produkte als Saatgut deklarieren, werden die Höchstwerte zum Teil annähernd um das 100 fache überstiegen.
Sicher habt ihr den verlinken Lieferanten in dieser Hinsicht überprüft. Trotzdem würde ich ausdrücklich auf die Gefahren hinweisen oder ganz auf solche Zusatzstoffe verzichten.
Besten Gruß,
David
Lieber David,
danke für deinen Hinweis. Wir sehen beide Seiten der Aprikosenkerne, also auch die gesundheitlich interessante (siehe oben im Text).
Wenn die Marzipankartoffeln allerdings auch für Kinder zur Verfügung stehen, dann ist es sinnvoll das Rezept ohne Aprikosenkerne zuzubereiten.
Viele Grüße
Ulrike