Ständig erkältet – das muss nicht sein!

Im Herbst beginnt für viele Menschen die Zeit des „ständig erkältet sein“. Triefende Nase, Husten und Gliederschmerzen wechseln sich ab. Betroffene fühlen sich kraftlos, müde, nicht leistungsfähig, verbringen womöglich ihre Zeit in der Arztpraxis und hinterlassen Geld in der Apotheke.

Das muss nicht sein! Wenn wir verstehen, wie unser Stoffwechsel funktioniert, warum es zu Schleimbildung kommt und wie wir unser Immunsystem unterstützen können, dann können wir Erkältungskrankheiten entgegen wirken.

Was macht Gesundheit aus?

 

Das A und O sind GESUNDE ZELLEN UND EINE REINE ZELLUMGEBUNG

Unser Körper besteht aus ca. 80 Milliarden Zellen. Sowohl die Nährstoffe als auch der Sauerstoff werden über das Blut zu den Zellen gebracht. Die Abfallprodukte werden wiederum über das Blutsystem und das Lymphsystem abtransportiert. Der Stoffaustausch bzw. Stoffwechsel findet über ein Netz von feinen Blutgefäßen (Kapillarnetz) statt.

WICHTIG IST, DASS DIE ZELLVERSORGUNG UND -ENTSORGUNG OPTIMAL FUNKTIONIEREN

Sind in der Zellumgebung zu viele Abfallstoffe eingelagert, werden Sauerstoff und Nährstoffe daran gehindert zu den Zellen zu gelangen.

Die Folge sind steigender Rückstau im Bindegewebe und Mangelversorgung der Zellen, welche Energiemangel im weiteren

  • Müdigkeit
  • Leisungsschwäche
  • Infektanfälligkeit usw.

nach sich zieht. Genau genommen ist eine Erkältung der Versuch des Körpers über Schleimbildung zu entgiften. Wenn dich das genauer interessiert, empfehlen wir dir unsere Artikel zum Immunsystem:

Wie funktionieren Immun- und Lymphsystem?

So kannst du das Immunsystem stärken

So kommen wir ohne Erkältung durchs Jahr

Nachfolgend zeigen wir effektive Routinen auf, die unsere Ausscheidungsorgane entlasten, unser Immunsystem stärken und unsere Zellen nähren:

Im Überblick

  1. Starte den Tag mit viel Flüssigkeit
  2. Sorge für ausreichend Bewegung
  3. Aktiviere mit Trockenbürsten
  4. Iss viel lebendige Nahrung
  5. Dein perfektes Morgenritual

1. Starte den Tag mit viel Flüssigkeit

Ingwerwasser

Anstatt gleich mit dem Frühstück zu beginnen, ist es sinnvoll zunächst ein Glas Wasser zu trinken.

Unser Körper besteht zu circa 70 % aus Wasser. Es gibt eigentlich nichts, was in unserem Körper ohne Wasser passiert. Unser Gehirn besteht sogar bis zu 90% aus Wasser.

Im Laufe der Nacht verlieren wir durch unseren Atem und über die Haut bis zu 1 1/2 Liter Wasser.

Diesen Flüssigkeitsverlust aufzufüllen hat viele Vorteile:

  • Alle Zellen unseres Körpers benötigen Wasser für den Stoffwechsel. Ein Glas Wasser am Morgen regt den Stoffwechsel, die Verdauung und die Nierenfunktion an.
  • Wasser ist Lösungs- und Transportmittel und somit in unserem Körper grundlegend für Blut und Lymphe.
  • Am Morgen befindet sich unser Körper in der Ausscheidungsphase und kann nun nach der Regeneration in der Nacht, Schadstoffe und verbrauchte Zellen abtransportieren.

Über das Jahr hinweg kann zwischen Wasser, Zitronen- oder Ingwerwasser abgewechselt werden.

Wasser:

Sinnvoll ist es zimmer- beziehungsweise körperwarmes Wasser zu verwenden. Dadurch muss dein Körper das Wasser nicht erst im Magen erwärmen.

Im Ayurveda wird empfohlen, sogar heißes bzw. abgekochtes Wasser zu trinken: Die Wärme unterstützt das Verdauungsfeuer, wogegen eiskaltes Wasser die Verdauungskraft zum Erlöschen bringt.

Zitronenwasser:

Zitronenwasser verstärkt die anregende Wirkung des Wassers, wirkt basisch, enthält unter anderem Vitamin C und wertvolle Antioxidantien und unterstützt die Leber bei der Entgiftung.

Ingwerwasser:

Ingwerwasser wärmt von innen.

Es gibt verschiedene Zubereitungsvarianten von Ingwerwasser:

  • Übergieße ein paar Scheiben Ingwer mit kochendem Wasser.
  • Übergieße geriebenen Ingwer mit kochendem Wasser.
  • Reibe circa 2 cm Ingwer in 1 Liter kochendes Wasser und koche es 10 Minuten lang.

Ingwerwasser wirkt stoffwechsel- und verdauungsanregend, entgiftend, antibiotisch und immunstimulierend.

Als Erkältungskiller gelten sogenannte Ingwershots:

Hierzu siehe:

2. Sorge für ausreichend Bewegung

Ein wesentlicher Aspekt unseres Immunsystems ist das Lymphsystem. Es übernimmt entscheidende Abwehr-Aufgaben und macht Krankheitserreger unschädlich.

Im Gegensatz zum Blut, welches durch das Herz pulsiert, hat das Lymphsystem keinen inneren Antreiber. Bewegung ist deshalb unverzichtbar um den Lymphstrom aufrecht zu erhalten und dadurch das Immunsystem zu stärken.

Sehr effektiv ist Sport morgens vor dem Frühstück

  • Nach intensiver Muskelbelastung erfolgt eine Hormonausschüttung. Das vorrangig ausgeschüttete Wachstumshormon (HGH) regt das Muskelwachstum an. Wer das Frühstück vor dem Morgensport weglässt, kann zusätzlich seine Fettverbrennung steigern (1).
  • Auch der Kohlenhydratstoffwechsel ändert sich bei gut ausgebildeter Muskulatur. Bewegung und Muskeltraining erhöhen die Sensitivität des Organismus gegenüber Insulin, ein zentraler Schlüssel zur Verlangsamung der Alterung. Je empfindlicher die Körperzellen auf Insulin reagieren, umso weniger wird ausgeschüttet.
  • Mit ausreichender körperlicher Belastung, am besten zusammen mit reduzierter Energie- und erhöhter Vitalstoffzufuhr, lässt sich der Fett- und Cholesterinstoffwechsel auf jugendlichem Niveau halten.
  • Neben Ausdauersport zeigen auch das Sprint-Intervalltraining und regelmäßiges Krafttraining sehr positive Wirkung auf die Gesundheit.

 

3. Aktiviere deinen Stoffwechsel mit Trockenbürsten

Eine weitere positive Wirkung auf das Lymphsystem kannst du mit einer Bürstenmassage erzielen.

Im Vergleich zu unserem Blut bewegt sich die Lymphflüssigkeit nur langsam. Das Trockenbürsten ist ideal, um die Lymphkapillaren zu stimulieren und die Bewegung der Lymphflüssigkeit zu fördern.

Das Trockenbürsten

  • regt die Durchblutung der Haut,
  • das Lymphsystem und die Ausscheidung von Stoffwechselschlacken an
  • unterstützt somit die Reinigung der Gewebeumgebung der Zellen,
  • stärkt das Immunsystem und
  • verhindert oder reduziert Cellulite.

Wie funktioniert eine Bürstenmassage?

Alles, was du brauchst, ist eine gute Bürste aus Naturfasern. Die Borsten sollten weder zu hart noch zu weich sein. Wenn eine Bürste zunächst zu heftig auf der Haut kratzt, kann zum Beispiel auch mit einem Massagehandschuh aus Sisal begonnen werden.

Ideal ist es, die Haut vor dem Duschen zu bürsten. Als einfache Faustregel gilt, immer in Richtung des Herzens zu streichen und mit den Körperpartienzu starten, die am weitesten vom Herz entfernt sind.

Beginne die Massage am rechten Fuß. Ziehe die Bürste in geraden Strichen von unten nach oben, beim Zurückstreichen möglichst nicht absetzen. Der Bürstenstrich in Richtung Herz wird immer mit Druck geführt, vom Herzen weg ohne Druck. Bürste so beide Beine und beide Arme. Der Bauch wird im Uhrzeigersinn kreisend gebürstet, die Brust vorsichtig umkreist. Den Rücken bürstest du am besten von unten nach oben und von oben nach unten zur Mitte hin.

Vielleicht empfindest du das Bürsten am Anfang noch als unangenehm, aber du gewöhnst dich recht schnell daran. Bald genießt du es, deinem Körper die Aufmerksamkeit zu widmen und das Lymphsystem auf diese Art zu aktivieren und zu unterstützen, Schlacken abzubauen und das Bindegewebe zu straffen.

Eine sehr anschauliche Erklärung des Trockenbürstens findest du auf dem Youtube Kanal von Victoria Rust.

 

4. Iss viel lebendige Nahrung

lebendige Nahrung
Das bedeutet soviel frisches Obst und Gemüse wie möglich und so wenig wie möglich bzw. am besten gar keine
  • Milchprodukte
  • Glutenhaltige Produkte, wie Brot, Nudeln, usw.
Während dich frisches Obst und Gemüse, Sprossen und Grünkraut mit vielen Enzymen, Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen versorgen und somit dein Immunsystem stärken, dienen Milch und glutenhaltige Produkte insgesamt nicht deinem Ziel der Erkältungsfreiheit.

Warum?

 

Milchprodukte rufen auf mehrere Art Probleme hervor:

  • Unverträglichkeit des Milcheiweißes Kasein
  • Laktose-Intoleranz
  • Kuhmilch wirkt schleimbildend
  • Milch wirkt säurebildend

Siehe hierzu den Artikel „Wie gesund ist Milch?“

Glutenhaltige Produkte:

Durch jahrzehntelange Züchtung hat das Getreide, allen voran der Weizen, einen immer höheren Glutengehalt erhalten. Während er noch vor 50 Jahren gerade einmal 5 Prozent aus Gluten bestand, sind es heute bis zu 50 Prozent.

Zehnmal so viel – hättest du das gedacht?

Unsere Gesundheit steht und fällt mit einem gesunden Darm. Gluten verklebt die empfindliche Darmschleimhaut und beeinträchtigt u.a. enorm unser Immunsystem.

Siehe hierzu den Artikel  „Genaugenommen sind wir alle von einer Getreideunverträglichkeit betroffen“

Gerade das Thema Ernährung ist für die meisten eine große Herausforderung und bedeutet wahrscheinlich das Loslassen vieler Gewohnheiten. Konzentriere dich am besten nicht auf Verzicht, sondern erfreue dich an vielen genussvollen neuen Rezeptideen, am besten gleich auf unserem Blog !

5. Dein perfektes Morgenritual

Beginne den Samstag- oder Sonntagmorgen mit einer ca. 1-stündigen Routine und weite es innerhalb deiner Möglichkeiten auf 2 und mehrere Tage aus:

  • Starte den Tag mit einem Glas Wasser, Zitronen- oder Ingwerwasser.
  • Mache eine kleine Sporteinheit –  gehe Joggen oder springe 15 Minuten Trampolin
  • Bürste deinen Körper vor der Morgendusche.
  • Iss zum Frühstück Obst oder eine Smoothie-Bowl.

 

Wow – mit diesem Ritual kannst du alle Aspekte vereinen – beobachte, wie es dich auf ein ganz neues Wohlfühllevel hebt und Erkältungen zunehmend keine Chance mehr haben !

 

Wenn du ein tieferes Verständnis über die gesundheitliche Wirkung einer natürlichen Ernährungsweise erlangen möchtest – dann informiere dich bei uns!

Ernährungsberaterausbildung roh-vegan

Ulrike
Für die meisten hört sich „Rohkost“ nach einer gravierenden Veränderung oder extremen Lebensform an. Ich verbinde damit vielmehr einen modernen Lifestyle und lasse mich von der Kreativität der Rohkostküche inspirieren.

Kommentare

2 Kommentare

  1. Elke Sebald

    Liebe Ulrike. Ich würde gerne alles, was du in deinen bloggs zum Thema Gesundheit, Krankheiten vorbeugen und alle Rezepte und Tipps in einem Buch lesen, bzw. Kaufen. Gibt es diese Bücher? L.g. Elke Sebald.

    Antworten
    • Ulrike Eder

      Liebe Elke, danke für deine Nachrage. Aktuell bieten wir diese Inhalte und vieles mehr „nur“ über die Ausbildung zum Ernährungsberater an. Aber das hast du bestimmt schon gesehen. LG Ulrike

      Antworten

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