Roh vegane Ernährungsberaterin - Carolin Marie im Interview - deine-ernaehrung.de

Roh vegane Ernährungsberaterin – Carolin Marie im Interview

von Wissen0 Kommentare

Carolin Marie ist mit 20 Jahren unsere jüngste zertifizierte roh vegane Ernährungsberaterin. Im nachfolgenden Interview berichtet sie über ihre Erfahrungen, wichtigsten Erkenntnisse und zukünftigen Pläne.

Wie kam es, dass du dich für die Ausbildung mit dem Abschluss „roh vegane Ernährungsberaterin“ bei Deine Ernährung entschieden hast.

Gesunde Ernährung spielt in meinem Leben schon lange eine wichtige Rolle. Ich erinnere mich an einen alten Eintrag in meinem Freundebuch. Schon damals war die Antwort auf die Frage, was ich einmal werden möchte, Ernährungsberaterin. Mit der Ausbildung bei Deine Ernährung konnte ich diesen Traum endlich Wirklichkeit werden lassen.

Nachdem ich Anfang 2019 mein Abitur absolviert habe, beschäftigte ich mich zum ersten Mal mit der Frage, was mich eigentlich ausmacht und wo ich mich in der Zukunft sehe. Um mich selbst besser kennenzulernen, habe ich mich mit mentaler Arbeit beschäftigt und schließlich Yoga und Meditation für mich entdeckt.

Durch die intensive Auseinandersetzung mit mir selbst, konnte ich für mich herausfinden, wo meine Stärken und Schwächen als auch meine Interessen und Ziele liegen. Mein Herz kam schnell zu dem Entschluss, dass meine Leidenschaft bei Sport und Ernährung liegt.

Durch eine enge Freundin bin ich schließlich auf die Ausbildung von Deine Ernährung gestoßen. Ich war schnell begeistert von dem ganzheitlich orientierten Ansatz der Ausbildung. Der Gedanke, Krankheiten präventiv vorzubeugen, gefiel mir sehr. Auch die Idee, wieder zu einer naturbelassen Ernährung zurückzukehren, erschien mir sinnvoll.

Letztendlich überzeugt hat mich aber, dass die Fernausbildung mit dem Abschluss „roh vegane Ernährungsberaterin“ von Deine Ernährung nicht ausschließlich eine gesunde Ernährungsweise beleuchtet, sondern darüber hinaus das Zusammenspiel aus mehreren gesundheitlichen Faktoren wie Bewegung, mentale Gesundheit und Stressmanagement berücksichtigt.

Seit wann lebst du ernährungsbewusst? 

Wenn ich auf meine Kindheit zurückblicke, bin ich meinen Eltern sehr dankbar, dass sie mich von klein auf an eine gesunde Ernährungsweise herangeführt haben. Zwar hat sich das Bewusstsein für eine gesunde Ernährung in meiner Familie in den letzten Jahren noch einmal um einiges gesteigert, dennoch hat mir der Einsatz meiner Eltern definitiv den Weg zu einem gesunden Lebensstil erleichtert.

Auch wenn ich es damals anders gesehen habe, bin ich im Nachhinein stolz, sagen zu können, dass ich nicht wusste was andere Kinder meinten, wenn sie bei ihrem Lieblingsgericht von Dosenravioli gesprochen haben.

Konntest du körperliche/psychische Veränderungen feststellen?

Schon in sehr jungem Alter konnte ich feststellen, dass mir der Verzehr von stark verarbeiteten Lebensmitteln nicht besonders gut bekam. Seit Grundschulzeiten habe ich zum Entsetzen aller anderen Kinder freiwillig auf jegliche Art von industriellem Zucker verzichtet. Keiner konnte so recht verstehen, wie ich mich in meinem Alter nicht über einen Geburtstagskuchen freuen konnte.

Trotzdem hatte auch ich in meiner Kindheit und Jugend Phasen in denen eine gesunde Ernährung in den Hintergrund gerückt ist. Die Rückmeldung meines Körpers kam schnell. Im Alter von 15 Jahren litt ich über einen längeren Zeitraum an starken Bauchschmerzen und Verdauungsbeschwerden. Als bei einer Magen- und Darmspiegelung nichts gefunden wurde, bekam ich die Diagnose Reizdarm. Man könne leider nicht viel für mich tun. Damit wollte ich mich jedoch nicht zufriedengeben. Die Beschwerden waren für mich ein riesen Ansporn, mehr auf meinen Körper zu hören und herauszufinden was ihm guttut.

Erst als ich mich mit dem Zusammenhang zwischen Darm und Hirn beschäftigte und die große Bedeutung von den Auswirkungen meines mentalen Wohlbefindens auf mein körperliches erkannte, gelang es mir mit dieser Erkenntnis und einer immer mehr pflanzenbasierten und naturbelasseneren Ernährungsweise, meine Beschwerden deutlich zu lindern. Heute kann ich sagen, dass ich viel mehr Lebensqualität habe und nicht mehr durch körperliche Beschwerden eingeschränkt bin.

Damals war ich oft verzweifelt und habe mich meinen Beschwerden ausgeliefert gefühlt. Ich habe andere beneidet, die scheinbar beschwerdelos essen konnten was sie wollten. Heute habe ich einen neuen Blick darauf. Ich bin so dankbar und fasziniert zugleich, dass unser Körper uns stets eine Rückmeldung gibt, ob wir uns gerade in unserer Balance befinden oder aus dem Gleichgewicht geraten.

Wie schön ist es, dass unser Körper unermüdlich die Gesundheit anstrebt und Dank der körpereigenen Regulationsmechanismen zur Selbstheilung fähig ist, wenn wir nur die richtigen Bedingungen schaffen.

Welche Aspekte berücksichtigst du heute in deiner Ernährung?

Für mich hat es sich als sinnvoll erwiesen auf Gluten zu verzichten, da ich so weniger Verdauungsbeschwerden habe und im Sport leistungsfähiger bin. Ich lebe zwar hauptsächlich pflanzenbasiert, trotzdem möchte ich mein Essverhalten nicht labeln. Ich esse kein Fleisch, aber 1-2 mal monatlich Fisch. Auf Milchprodukte verzichte ich komplett. Seitdem ich Anfang des Jahres eine Woche gefastet habe, praktiziere ich weiterhin intermittierendes Fasten und habe zusätzlich einen Fastentag wöchentlich, um auch weiterhin von den Vorteilen des Fastens zu profitieren.

Die wichtigste Erkenntnis war für mich, dass es nicht nur die eine richtige Ernährungsweise gibt. Jeder Körper ist unterschiedlich und hat individuelle Bedürfnisse. Der eine verträgt, was bei einem anderen zu Verdauungsbeschwerden führen kann. Es gibt so viele verschiedene Ansätze und man verläuft sich schnell im Dschungel der Ernährungstheorien, wenn man versucht, die eine Antwort auf alles zu finden.

Vielmehr geht es um Intuition, um ein Gefühl, was dem Körper wirklich guttut und um ein neues Bewusstsein im Umgang mit Lebensmitteln und anderen Lebewesen dieser Erde. Dabei sollte die Freude am Essen natürlich nie zu kurz kommen.

Wie fühlst du dich mit deinem Ernährungsansatz in deinem persönlichen Umfeld, was halten deine Freunde davon?

Ich habe unglaubliches Glück, dass meine Familie für das Thema Ernährung so offen ist. Meine Eltern unterstützen mich, wo sie können und auch gemeinsames Kochen ist kein Problem. Egal, ob mein selbst gemachter Cashew-Mozzarella oder meine selbst gekeimten Sprossen – alles wird mit Freude empfangen. Wie ich finde, sind wir ein ziemlich gutes Team.

Auch was meine Freunde angeht, bin ich sehr dankbar für deren Toleranz. Vor allem meine engste Freundin, mit der ich dieses Jahr noch zum Studieren zusammenziehe, bewundere ich für ihre Begeisterungsfähigkeit. Ob ich vorschlage, zusammen Wildkräuter sammeln zu gehen oder ein Beet auf unserem Balkon zu platzieren, sie ist immer offen für neue Ideen.

Zucchini-Röllchen

Hin und wieder werde ich zwar mit kritischen Blicken beäugelt, mit unangebrachten Kommentaren konfrontiert oder belächelt. Dennoch stehe ich dazu, bleibe bei mir und lerne damit umzugehen, mich nicht angegriffen zu fühlen.

Wenn man selbst den Lebensstil anderer nicht beurteilt oder aktiv versucht, von dem eigenen Lebensstil zu überzeugen, sondern einfach nur vorlebt, stößt man meist auf weniger Widerstand und inspiriert gleichzeitig. Wer selbst nicht beurteilt werden möchte, sollte das auch bei anderen nicht tun. Es geht um gegenseitige Toleranz: „Lieber inspirieren als kritisieren“.

Du hast große Pläne für deinen weiteren beruflichen Werdegang. Was hast du vor in den nächsten Jahren?

Ich beginne dieses Jahr noch mit dem Studiengang „Ernährung und Fitness in der Prävention“. Für die Zeit nach dem Studium habe ich noch keine festen Pläne, aber schon viele Visionen.

Zusätzlich zu dem Pilates-Schein, den man während des Studiums macht, würde ich unglaublich gerne noch eine Ausbildung zur Yoga-Lehrerin absolvieren und die Trainer Lizenzen anschließen. Auch im Bereich der Ernährung gibt es genug Weiterbildungsmöglichkeiten, ich könnte mir zum Beispiel gut vorstellen noch eine Weiterbildung zur Fastenleiterin anzuschließen.

Ich sehe in meiner Generation ein riesen Potential und eine große Bereitschaft für eine kritische Auseinandersetzung und ein Überdenken des eigenen Lebensstils. Alte Überzeugungen scheinen immer mehr ins Wanken zu geraten und ethische Normen im Wandel zu sein.

Ich finde es schön zu sehen, dass der Respekt anderen Lebewesen gegenüber wieder mehr Bedeutung erlangt und dass auch die eigene Gesundheit immer weiter in den Vordergrund rückt. Ich spreche wahrscheinlich in aller Namen, wenn ich sage, dass uns die Wichtigkeit der Ressourcen, die uns die Erde zur Verfügung stellt, in letzter Zeit immer bewusster wurde.

🌱   🌿   🌱 

Meine Vision ist es, andere Menschen dazu zu inspirieren, ein neues Bewusstsein im Umgang mit Lebensmitteln, unserem Lebensraum und Lebewesen zu schaffen und dem eigenen Körper mehr Wertschätzung zu schenken, denn es ist unglaublich, dass er uns jeden Tag durchs Leben trägt.

Ich freue mich, wenn du mich auf Instagram besuchst:

🌱   nourishmentandmore   🌱

 

 Wenn du ein tieferes Verständnis über die gesundheitliche Wirkung einer natürlichen Ernährungsweise erlangen und deine Gesundheit auf ein höheres Level heben möchtest – dann informiere dich bei uns!

Ulrike
Für die meisten hört sich „Rohkost“ nach einer gravierenden Veränderung oder extremen Lebensform an. Ich verbinde damit vielmehr einen modernen Lifestyle und lasse mich von der Kreativität der Rohkostküche inspirieren.

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