Meine Faszination für das Basenbad begann mit dem Buch „Natürliches Entgiften“ von Alexandra Stross. Vollkommen einleuchtend empfiinde ich ihre Aussage:

Wenn etwas voll ist, kann man nichts hineingeben!

Dieser Satz wird zu einem Aha-Erlebnis, für jeden der genauer darüber nachdenkt. Gerade wenn man das Bedürfnis nach Entschlacken oder Entgiften hat oder aufgrund gesundheitlicher Beschwerden nach Lösungen sucht, gibt es nichts Befreienderes wie „Loslassen“. Körpersymptome wie zum Beispiel Schleimbildung, Durchfall oder Fieber stellen Reinigungs- und Ausscheidungsprozesse des Körpers dar und rufen nach Entlastung. Bei jeglichem Unwohlsein wird uns jedoch die Einnahme von Substanzen empfohlen, wir geben also noch etwas dazu, obwohl es uns vielleicht nicht so gut geht, weil wir unserem Körper eh schon zuviel zugemutet haben.

Wer seinen Körper entsäuern möchte, ist auch mit der Einnahme von Basenpulver nicht gut beraten. Wenn basische Pulver im Magen landen, wo ein besonders saurer pH-Wert herrschen muss, neutralisieren sie die Magensäure und es kann zu erheblichen Problemen beim Nahrungsaufschluss kommen. Wir beeinträchtigen dabei die Eiweißverdauung und schwächen unser so wertvolles  Verdauungsfeuer.

Ich hab’s ausprobiert und erzähle euch gleich wie’s mir ergangen ist.

Aber zunächst fragen wir uns doch mal – wo kommt’s denn her und was ist zu beachten

Geschichtlicher Hintergrund

Basenbäder haben eine lange Tradition. Schon in alten Hochkulturen war ihre positive Wirkung auf den Körper bekannt. Das Baden in bestimmten heiligen Quellen gehörte zur Kultur der Kelten und Germanen und sorgte für ihre Widerstandsfähigkeit.

Die Bäder waren so wirksam, dass in Europa nur ein einziges Wort für den Arzt, Mediziner, den Heiler gebraucht wurde. Dieses Wort war „Bader“. Der Bader war derjenige, der die Zusammensetzung und den Badeplan nach Befinden und Krankheitserscheinungen der Patienten bestimmte. Er genoß in den heidnischen Kulturen ein sehr hohes Ansehen und seine Kompetenz war außer Frage. Basenbäder galten als Schlüssel für Gesundheit und als Mittel zur Verjüngung. Sie sind leider außer Mode geraten, abgelöst durch die tägliche Dusche.

 

Langzeit Basenbad

 

Wie funktionieren Basenbäder?

Das Basenbad hat insbesondere einen positiven Effekt auf den Säure-Basen-Haushalt. Säuren in den Hautporen und die im Gewebe eingelagerten Schlackenstoffe werden mit Hilfe des Osmose-Prinzips über die Haut ausgeleitet.

Osmose ist das Gesetz des Ausgleichs: Wenn der pH-Wert auf zwei Seiten einer durchlässigen Membran stark unterschiedlich ist, dann kommt es zum Ausgleich der pH-Werte. Vereinfacht können wir uns das folgendermaßen vorstellen: Das Basenwasser mit einem pH-Wert von 8,5 trifft auf die saure Haut mit einem pH-Wert von circa 6. Aufgrund des Ausgleichsbestrebens entsteht eine Sogwirkung, mit deren Hilfe das basische Wasser in der Haut liegende Säuren herauszieht. Die neutralisierten Salze sind nach dem Basenbad als Schmutzablagerungen am Badewannenrand zu finden.

Was ist beim Basenbad zu beachten?

Basenbäder können ohne hohen Kostenaufwand und von jedem zu Hause durchgeführt werden. In eine volle Badewanne gibt man je nach Wasserqualität drei bis vier Esslöffel eines basischen Badesalzes. Der pH-Wert muss über 8 sein, nur dann funktioniert die Osmose.

Es ist zu beachten, dass der Osmose-Effekt während einem Basenbad erst nach einer Badedauer von 30 – 45 Minuten beginnt, weshalb für ein Basenbad unbedingt eine längere Badedauer eingeplant werden sollte.

Wichtig ist zudem die richtige Badetemperatur. Diese sollte nicht wärmer als 38 Grad sein. Wenn die Wassertemperatur deutlich höher ist als der Körpertemperatur, müssen die Teilchen energetisch aufwärts transportiert werden. Besonders gut entschlackt man, wenn die Teilchen energetisch abwärts rutschen können.

Was bewirken Basenbäder?

Je länger man badet, um so mehr scheidet man aus und um so tiefere Gewebeschichten werden entsäuert. Zunächst werden Säuren nur im Unterhautfettgewebe gelöst, mit einem mehrstündigen Bad kann man sogar die Organe entgiften. Bürstenmassagen steigern zusätzlich die Effektivität, da durch die vermehrte Durchblutung die Mobilisierung beschleunigt wird.

  • Die schnell sicht- bzw. spürbare Wirkung von einem Basenbad ist eine weiche Haut.
  • Zusätzlich hat das Basenbad eine geruchsreduzierende Wirkung. Ist das Milieu der Haut sauer, fühlen sich dort geruchsbildende Bakterien besonders wohl und vermehren sich.
  • Besonders empfehlenswert ist es, wenn man infolge sportlicher Belastung mit einem Muskelkater rechnet. Auch bei Wunden, Ausschlägen oder Hautkrankheiten, wie Neurodermitis oder Schuppenflechte, wird durch das Salz die Heilung beschleunigt. Allerdings kann es beim ersten Kontakt brennen.
  • Auch Hitzewallungen in den Wechseljahren können mit Basenbädern gelindert werden! War es der Körper lange gewohnt über die Regelblutung zu entgiften, sucht er nun über das Schwitzen neue Ausscheidungswege. Basenbäder können diesen Prozess deutlich unterstützen.
  • Basenbäder mit begleitenden Bürstenmassagen sind sehr wirkungsvoll gegen Celluite.

Wie oft ist ein Basenbad sinnvoll?

Hier gilt: Je öfter die Durchführung, umso größer die Wirkung. Wer keinerlei Beschwerden hat, kann nach Belieben „Basenbaden“. Wer jedoch unter körperlichen Problemen leidet, sollte öfter baden, sich jedoch sensibel herantasten. Dies kann ein bis dreimal die Woche oder täglich, je nach Wirkung und Verträglichkeit, erfolgen.

Grundsätzlich kann man es nicht übertreiben. Jedes Bad hat erneut eine entschlackende Wirkung.

Mein Langzeit-Basenbad Experiment

Wer eine umfassende Körper-Entgiftung anstrebt, sollte Langzeit-Basenbäder durchführen.

Und damit ich weiß von was ich rede, habe ich es natürlich selbst ausführlich praktiziert und habe in den letzten 4 Wochen lange gebadet 🙂 Tatsächlich ist die warme Jahreszeit dafür ideal, da es so angenehmer ist, das Wasser kühler zu halten.

Langzeit Basenbad

So einfach geht’s:

  • Für eine Badewanne benötigst du 4 – 6 EL Badesalz zum Beispiel von Peter Jentschura, E & M Die Base, Elio Hackner Cosmetics oder als günstige Alternative Pure Baking Soda,
  • pH-Streifen oder pH-Messgerät und ein

  • Wasser-Thermometer

Ideal ist eine Wassertemperatur zwischen 36 – 38 Grad. Wenn die Temperatur sinkt, warmes Wasser nachlassen, pH-Wert überprüfen und Badesalz zugeben. Nach dem Baden den Körper mit einen Badetuch abreiben nicht duschen.

Ein langsames Herantasten ist sinnvoll:

Ich habe mit dem Basenbaden bei einer Stunde begonnen und dieses pro Bad um zwei Stunden gesteigert.

  1. Basenbad 1 Stunde
  2. Basenbad 3 Stunden
  3. Basenbad 5 Stunden
  4. Basenbad 7 Stunden

Das würde ich auch jedem empfehlen. Nur so kannst du beobachten, was es mit dir macht, wie du dich danach fühlst usw. Das ist nämlich gar nicht so ohne – da kommt ganz schön etwas in Bewegung.

Jedes Bad wirkt wunderbar entschlackend, die Haut wird von Mal zu Mal feiner. Spannend fand ich es so ab 5 Stunden. Nach diesem Bad hatte ich tatsächlich Kopfweh und irgendwie das Gefühl, da ist mehr in Gang gekommen, als mein Körper loswerden konnte.

So habe ich den Tipp von Florian Sauer aufgegriffen und im Anschluss an das 4. Basenbad Kassia fistula genommen. Die Kassia fistula bewirkt, dass sich ca. nach 6 Stunden der Darm entleert. Und das hat sich für mich sehr gut angefühlt. Dies unterstützt den Körper ungemein. Beim Basenbad wird ja im Wesentlichen über die Haut ausgeschieden, aber dadurch dass ein Langzeitbad tiefer wirkt, kommt es ja auch in den Organen und Geweben zu einer Entgiftung. Und alles was sich nicht gleich über die Haut verabschiedet, freut sich über andere Kanäle, wie Blase und Darm.

Insgesamt bin ich aus allem wirklich entschlackt und gestärkt hervorgegangen und zur überzeugten Basenbaderin geworden 🙂

Meine Tipps:

  • Als Basenpulver mische ich ganz gerne das Jenschura Meine Base mit Pure Baking Soda .
  • Ich plaziere ein Thermometer, die pH-Messstreifen, mein Laptop, ein kleines Handtuch und einen Massagehandschuh in Reichweite um mich herum.
  • Ungefähr jede halbe Stunde reibe ich mich am ganzen Körper mit dem Massagehandschuh kräftig ab. Dafür kann auch eine Körperbürste zum Einsatz kommen.
  • Eine gute Badezeit ist abends um 19:00 Uhr – 2:00 Uhr. Ich habe untertags nicht die Zeit und die Ruhe, ewig herumzuliegen. Und um 2:00 Uhr war für mich ein relativ sanfter Übergang zur Nachtruhe im Bett möglich. So war ich am nächsten Morgen auch nur ein bisschen übernächtigt 😉
  • Die Zeit im Basenbad verbringe ich mit Ausruhen oder mit Anhören von Rohkostkongressvorträgen oder passend zum Thema, mit Anhören von geschichtlichem und praktischen Basenbadwissen.

Dazu kann ich euch die DVD „Basische Bäder | Schwermetallausleitung, Verjüngung, Entgiftung“ von Weiland Wissen bestens empfehlen.

Immer auf der Suche nach neuen Lösungen hat RawFoodLife Coach Florian Sauer Langzeit-Basenbäder zur Unterstützung von Schwermetallausleitungen insbesondere bei Amalgambelastung in sein Programm mit aufgenommen. In Haselbach im Thüringer Wald bietet er Langzeit – Basenbadenächte in einer großen Jurte an. Mit dem Ziel einer umfassenden Ausleitung wird das Basenbad durch eine Vorbereitungswoche und unter Einbeziehung von Knoblauch, Zwiebel, Bärlauch, Koriander und die Chlorellaalge ergänzt. Eine gute Option, für alle, die das Basenbaden mit Unterstützung von Gleichgesinnten erleben wollen.

Wenn du dich für die Geschichte das Badens, dann kannst du das HIER ausführlich nachlesen.

 

Folge mir gerne auf Facebook oder abonniere „Deine Ernährung“ und erhalte dazu mein kostenloses e-book!

MerkenMerkenMerkeMerken

Merken

Fast geschafft! Wie heißt du und wohin soll ich dir das E-Book senden?

You have Successfully Subscribed!

Hast du dir schon dein kostenloses E-Book heruntergeladen? (inkl. meiner 5 Lieblingsrezepte)

You have Successfully Subscribed!

Fast geschafft! Wie heißt du und wohin soll ich dir das E-Book senden?

You have Successfully Subscribed!