Gesünder mit Hanfsamen ?

klar,  wir lesen doch immer öfter –  Hanfsamen sind ein Superfood.

Geht’s euch auch so, dass euch die Bezeichnung Superfood nicht mehr beeindruckt. Die Bezeichnung Superfood hat sich sehr zum Modewort entwickelt und wird massiv zu Marketingzwecken benutzt. Das zieht nach sich, dass ich der Aussage mit einer gewissen Skepsis begegne.

Was ist denn nun eigentlich ein Superfood?

Angeregt durch ein zunehmendes Interesse an Gesundheit, ist der Begriff in den letzten Jahren allgemein bekannt geworden. Und zugegeben, Superfood hört sich vielversprechend an!

Tatsächlich ist der Begriff „Superfood“ weder offiziell oder rechtlich bindend.

Als „Superfood“ werden einfach besonders nährstoffreiche Lebensmittel bezeichnetet, die einen vergleichsweisen hohen und konzentrierten Anteil an wertvollen Inhaltsstoffen aufweisen und förderlich für die Gesundheit sind.

So liegt es uns beinahe frei, ob wir ein Lebensmittel als Superfood bezeichnen – die Grenzen sind fließend und der persönliche, gesundheitliche Nutzen individuell.

Nun zu den Hanfsamen:

Hanf gilt als älteste Kulturpflanze der Welt und findet ganzheitliche Verwendung: Die Samen in der Ernährung, die Fasern in der Textil-  und Papierherstellung.

In der Zeit der Industrialisierung wurde Hanf durch die Baumwollindustie und billigere Rohstoffe verdrängt.

Erst in den letzten Jahren wurde die Hanfpflanze wieder entdeckt und taucht allmählich wieder im deutschen Ackerbau auf.

Hat Hanf nicht auch etwas mit Drogen zu tun?

Hier muss unterschieden werden zwischen THC-freiem und THC-reichem Hanf. THC (Tetra-hydro-cannabinol) ist der rauschbewirkende Bestandteil der Hanfpflanze (Cannabis) und Grundlage für halluzinogene Drogenpräparate wie Haschisch oder Marihuana.

Die für die Samennutzung zugelassenen Sorten haben nur einen sehr geringen Anteil von weniger als 0,2 % THC. Außerdem befindet sich THC hauptsächlich im Blütenbereich der weiblichen Pflanzen und kommt in Hanfsamen nicht vor.

Was macht Hanfsamen so gesund?

Hanfsamen sind glutenfrei und verfügen über

  • das optimale Omega 6 : Omega 3 Fettsäuren-Verhältnis von 3 : 1
  • hochwertige Proteine. Das Hanfprotein enthält alle acht essenziellen Aminosäuren , also die Aminiosäuren, die unser Körper nicht selbst bilden kann.
  • einen hohen Gehalt an B- Vitaminen – vor allem B1 und B2 und B3 (Niacin), Vitamin E, Kalzium, Magnesium, Kalium und Eisen
  • hochwirksame Antioxidantien, welche oxidativem Stress, also Zellschäden durch freie Radikale entgegen wirken.
  • enthalten keine allergieauslösenden Inhaltsstoffe (also eine leckere Alternative für Nussallergiker).

Gesünder mit Hanfsamen –

denn Hanfsamen

  • wirken in Folge dieser optimalen Fettsäurenzusammensetzung in erster Linie sehr entzündungshemmend und so mit vorbeugend gegen Krebs, Diabetes, Herzkrankheiten und Demenz, die allesamt mit chronischen Entzündungsprozessen einhergehen.
  • stärken das Immunsystem
  • senken Blutdruck und Cholesterinspiegel
  • lindern Gelenkschmerzen
  • verschönern Haut und Haare
  • wirken infolge der enthaltenen Antioxidantien Zellschäden entgegen, die durch freie Radikale entstehen.

Das optimale Fettsäuren- und Aminiosäurenprofil ist besonders auch für Kinder, Schwangere und Sportler sehr interessant.

Also komme unbedingt in den Genuss dieser besonders gesunden Fette und den hohen Nährstoffgehalt dieser leckeren Nüsschen !

Hanfsamen ungeschält oder geschält?

Hanfsamen (ungeschält) sind kleine, von einer dünnen, holzigen Fruchtschale umgebene, knusprige Nüsschen. Die Schalen der Samen enthalten wertvolle Ballaststoffe und auch Chlorophyll, sie binden Gifte und stimulieren die Verdauung.

 

Hanfsamen ungeschält

 

Viele Gründe sie mit Schale zu essen, doch irgendwie erwecken sie das Gefühl, dass man nur Schalen im Mund hat und die leckeren Samen gehen darin ganz unter. Deshalb esse ich sie lieber geschält.

Die ungeschälten Hanfsamen verwende ich zur Bereitung

von Sprossen: Die ungeschälten Hanfsamen ca. 18 Std. im Wasser einweichen, Körner abtropfen lassen und anschließend zweimal am Tag mit Wasser spülen. Nach ca. 1 bis 2 Tagen sind die Keimlinge fertig. Aber Vorsicht – nicht alle Hanfsamen keimen. Ich habe gute Erfahrungen gemacht mit den Hanfsamen vom Demeterhof Schwab.

von Hanfmilch: 100 g Hanfsamen mit 1 – 2 Datteln in den Mixer geben, 1 Minute mixen und nun die Milch durch einen Nussmilchbeutel gießen, gleich genießen oder im Kühlschrank aufbewahren.

 

Hanfsamen (geschält) schmecken phantastisch nussig und eignen sich zum pur Essen und als Zutat für viele Gerichte.

 

Hanfsamen geschält

 

David Wolfe der Buchautor von „Sonnendiät“ plädiert übrigens sehr für den Verzehr von Superfoods. Angesichts der stetig abnehmenden Nährstoffdichte in konventionell und zunehmend auch in ökologisch erzeugten Nahrungsmitteln, wird es immer wichtiger, dass wir unser Augenmerk auf nährstoffreiche Lebensmittel legen.

Seine Top-Ten Superfoods sind:

      • Goji-Beeren
      • Kakao
      • Maca
      • Bienenerzeugnisse: Honig, Bienenpollen, Propolis, Gelée Royale
      • Spirulina
      • Blaugrüne Algen« oder AFA-Algen
      • Meeres-Phytoplankton
      • Aloe vera
      • Hanfsamen
      • Kokosnuss und Kokosnusserzeugniss

Wow – die Hanfsamen sind dabei!

Egal – Superfoods hin oder her – ich liebe sie auf jedem Fall, weil ich die kleinen Nüsschen mega lecker finde und weil ich sehr viel Wert auf die optimale Fettsäurenzusammmensetzung und ein gutes Eiweißprofil lege!

Nach und nach entdecke ich gerade viele leckere Zubereitungsmöglichkeiten – sie sind insbesondere für sehr omega-6-lastige Gerichte eine sehr gesunde Alternative! Ich ersetze sie auch immer mehr gegen Cashewkerne.

Die Verarbeitung von Cashewkernen ist mit intensiver Arbeit und schlechten Bedingungen für die Arbeiter verbunden. Insbesondere, wenn du Cashewkerne in Rohkostqualität essen möchtest, da die harte Schale der Cashewkerne ein giftiges Öl enthält, das sehr ätzend wirkt

.

Hier findest du leckere Hanfsamen-Rezepte:

„Buchweizen-Beeren-Crunchy mit Hanfsamen“

„Mandel-Hanf-Rohkostbrot“

„Taboulé mit Hanfsamen“

„Proteinriegel“

„Hanf-Zitronen-Salatdressing“

„Mozzarella selbst gemacht“

 

Unser Sohn isst Hanfsamen sehr gerne einfach pur, streut sie übers Müsli oder über den Salat oder macht sich einen leckeren Protein-Shake (Rezept folgt). 🙂

 

Wo gibt es Hanfsamen zu kaufen?

Dies erwähne ich hier, weil ich es total lästig finde, im Bioladen die kleinen 150 g Portiönchen zu 4 Euro zu kaufen. So hat mich der hohe Preis auch lange abgeschreckt Hanfsamen zu kaufen.

Online kostet das Kilo zwischen 20 und 25 Euro.

Ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bietet Raw Living

Über ein richtig tolles Angebot verfügt der Demeter Hof Schwab. Sie bauen Hanf selbst in Demeterqualität an.

Ungeschälte Hanfsamen sind günstiger und können in Biomärkten oder online das Kilo zu ca. 8 Euro gekauft oder bestellt werden.

 

Genaueres über gesunde Fette, optimales Fettsäuren-Verhältnis usw. findest du in dem Artikel

„Gesunde Fette – fast jeder macht hier gravierende Fehler“

 

 

Quellen zum Artikel:

Zentrum der Gesundheit

Demeterhof Schwab

Alternativ gesund leben

Planet Wissen

 

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