Hast du schon mal Sauerkraut selbst gemacht?

Ich mache es immer öfter. Sauerkraut in den Supermärkten ist meist pasteurisiert. Und das ist ja wirklich sehr kontraproduktiv. Die wertvollen Vitamine und die Bakterien, die bei der Fermentierung entstehen, überleben diesen Vorgang nicht und dann ist der Nährwert gleich Null.

Natürliches Sauerkraut ist reich an Milchsäurebakterien, Mineralstoffen und Vitamin A, B, K und insbesondere C. Es ist förderlich für die Verdauung und für das Immunssystem und schmeckt unglaublich lecker!

Wenn es dich genauer interessiert, im Artikel  „Gemüse fermentieren bringt Leben in die Küche“  kannst du tiefer einsteigen.

Am meisten fasziniert es mich, dass ich bei selbst gemachtem Sauerkraut endlos experimentieren kann. Zum Einstieg empfehle ich dir die Fermentation von klassischem Weißkraut und dann sind deinen Ideen keine Grenzen gesetzt.

Auf was legst du mehr Wert?

Auf verschiedenes Gemüse, unterschiedliche Gewürze oder ansprechendes „Fooddesign“ – das Auge isst mit. Ich finde alle drei Aspekte richtig spannend und lade dich mit unserem neuen Video herzlich zur Nachahmung ein 🙂

 

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Dreierlei Sauerkraut selbst gemacht


Zutaten:

3 Einmach- oder Schraubgläser a 850 – 1000 ml

Variation Weißkraut:

  • 1 kleiner Kopf Weißkraut, ergibt gehobelt 800 ml
  • 10 g Salz (die klassische Vorgabe sind 1,5 %, das ist mir etwas zu salzig)

Variation Rotkraut:

  • 1 kleiner Kopf Rotkraut, ergibt gehobelt 800 ml
  • 10 g Salz

Variation „Rosè“:

  • 300 g Weißkraut
  • 300 g Karotten
  • 200 g Rote Beete
  • Ingwer (daumengroß)
  • 10 g Salz (Stein- oder Kristallsalz)
  • eine Prise frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Zubereitung:

  • Die äußeren Blätter des Kohlkopfs entfernen und beiseite legen.
  • Den Kohl in Viertel schneiden und den Strunk entfernen.
  • Mit dem Gemüsehobel oder einem Messer in feine Streifen schneiden. Auch die Küchenmaschine ist geeignet. Für die Variation „Rosè“ die Karotten, Rote Beete und den Ingwer fein raspeln.
  • Das Gemüse entsprechend obigen Angaben auf 3 Schüsseln verteilen, das Salz hinzugeben und mit den Händen einmassieren, bis reichlich Wasser austritt. Das geht recht schnell und dabei reduziert sich das Volumen enorm.
  • Den Kohl in die vorbereiteten Gläser geben und fest nach unten drücken, sodass das Gemüse mit Saft bedeckt ist. In jedem Glas mit einem Kohlblatt abschließen und vor dem Schließen mit einem Gewicht beschweren. Ich habe ein kleines Glas verwendet, das gerade so in das Einmachglas passt. Möglich wäre auch ein Stein oder ein Stück Weißkohlstrunk, das du zwischen Kohl und Deckel spannst.
  • Den Deckel leicht zudrehen bzw. bei Einmachgläsern mit Klammern befestigen.
  • Die ersten 4-6 Tage bei Zimmertemperatur ins Dunkle stellen. Durch die erste starke Gärung läuft meist etwas über, es dringt sogar aus dem geschlossenen Deckel, das ist normal.
  • Danach kann das Sauerkraut im kühlen Keller oder im Kühlschrank bis zu 6 Wochen weitergären.

Wir essen es manchmal allerdings auch schon nach 2 Wochen 😉 Und sind immer wieder aufs Neue begeistert.

 

rotes Sauerkraut selber machen

 

Besonders gespannt waren wir natürlich auf die Variation „rosè“ und ich fand’s richtig lecker. Die Kombination Weißkraut, Karotte, Rote Beete mit Ingwer und schwarzem Pfeffer mit seiner würzig-scharfen Note ist jetzt erst mal mein Favorit 🙂

Was lässt sich denn sonst noch alles Fermentieren?

Da kämen zum Beispiel noch Wirsing, Chinakohl, Rettich, … in Frage, an Gewürzen Kümmel, Lorbeer, Senfsaat oder etwas Chili. Wenn es dich interessiert, wie es anderen so ergeht beim Fermentieren, dann empfehle ich dir die Facebookgruppe „Happy Fermentation“ mit ihrem Motto:

alleine Fermentieren war gestern

 

Ich wünsche Dir viel Experimentierfreude und gutes Gelingen !

 

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